Utopia Garden – Sehnsuchtsorte | © Maya Lalive

IG Halle im Kunst(Zeug)Haus Rapperswil | Utopia Garden – Sehnsuchtsorte

Fotografien von Marslandschaften und NASA-Bilder der Éditions Xavier Barral aus Paris

Die Ausstellung kombiniert das wissenschaftliche Bildmaterial mit künstlerisch-transformativen Perspektiven. Mit sechs weiteren Beiträgen von Kunstschaffenden erkundet Utopia Garden menschliche Sehnsuchtsorte im Kontext der Entwicklung von Leben auf dem Planeten.

Utopische Bilder
Ursprünglich für wissenschaftliche Zwecke und künftige Marsmissionen gedacht, wurde eine Reihe der Marsbilder vom Pressefotografen und Art Director Xavier Barral (1955–2019) als Silbergelatineprints für Ausstellungen realisiert. In bis anhin unerreichtem Detailreichtum öffnen diese Aufnahmen den Blick auf nie gesehene kosmische Formationen, die unsere Vorstellungskraft herausfordern und Assoziationen wecken, als stammten sie aus Künstlerhand. Die Landschaften verweisen auf unsere Geschichte, auf die Entstehung der Erde und konfrontieren uns gleichzeitig mit dem Unbekannten und mit einer utopischen Zukunft.

Sechs Künsterpositionen
Mit den kargen, scheinbar völlig leblosen Landschaften in Schwarzweiss kontrastieren Denise Koblers Farbfotografien von Gärten und Parks in verschiedenen europäischen Ländern. Der vom Menschen gestaltete Garten spiegelt als Sehnsuchtsort Vorstellungen vom Paradies und von ewiger Fülle. In üppiger digitaler Künstlichkeit beschwört Maya von Moos in ihren Videos den Lebenszyklus herauf.

Experimente mit Pflanzenkeimen dienen Thomas Flechtner als Ausgangslange, um diese mittels fotografischer Perspektive als Landschaften zwischen Natur und Künstlichkeit zu inszenieren. Ähnlich lässt Maya Lalive den Betrachter in die bunten Mikrolandschaften von Flechten eintauchen, die als Pionierorganismen neue Lebensräume erschliessen.

Zwischen Vergehen und Entstehen bewegen sich Doris von Stokars «Lichtzeichnungen» von organischen Strukturen in Graphitstaub. Franziska Rutishauser hingegen befasst sich mit den Spuren, die der Mensch auf dem Planeten hinterlässt, aber auch mit der menschlichen Wahrnehmung, die ähnlich den Weiten des Alls ein grösstenteils unbekanntes und unerforschtes Gebiet ist.

weniger lesen

arttv Dossiers

Kulturnachrichten

CLICK Unser eMagazin