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Fragen nach Identität wurden Comiczeichner Cosey in die Wiege gelegt

1950 in Lausanne in eine Familie mit US-amerikanischen Wurzeln geborenen thematisieren seine Zeichnung Umbruch und Veränderung.

Heute ist Bernard Cosendai einer der europäischen Künstler, die den Comic vor dem Hintergrund der Umwälzungen der 1960er- und 1970er-Jahre mit anspruchsvollen Themen für ein erwachsenes Publikum erweitert haben. Das Cartoonmuseum Basel würdigt Cosey erstmals im deutschsprachigen Raum mit einer Retrospektive. Diese umfasst Originalzeichnungen, darunter Seiten des neusten und finalen Bands von «Jonathan», Fotografien, Skizzenbücher, Filme sowie Ritualgegenstände aus dem Tibet.

Respekt für das Fremde

Nach einer Grafikerlehre wird Cosey 1970 Assistent und Kolorist seines Idols, des Westschweizer Zeichners Derib. Ab 1975 zeichnet er für die Zeitschriften «Tintin» und «Spirou» und startet seine international beachtete 17-bändige Serie «Jonathan», deren finales Album 2021 erscheint. Sein sicherer, realistischer Strich nimmt die Leserschaft auf Reisen durch ferne Weltgegenden – und in das Innenleben seines komplex entworfenen Charakters Jonathan, ein Alter Ego des Autors und Zeichners. Dabei verknüpfen sich von Respekt für das Fremde geprägte Reiseerfahrungen Coseys, Literatur, Film und zeitgenössische Musik mit kulturellen und politischen Themen um den von China besetzten Tibet und seine Menschen. Neben seinem Hauptwerk entstehen einflussreiche Einzelalben wie «À la recherche de Peter Pan», «Le voyage en Italie», «Le Bouddha d’Azur», «Zeke raconte des histoires» sowie zwei untypische Comicalben im Stil des legendären «Mickey Mouse»-Zeichners Floyd Gottfredson. 2017 verleiht das Internationale Comicfestival von Angoulême Cosey den Grand Prix für sein Lebenswerk.

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