Der Helvetia Art Prize fördert die Künstlerin als Nachwuchsförderpeis als doppelte Starthilfe: Einerseits erhält Kelechi Amaka Madumere ein Preisgeld von 15 000 Franken, andererseits die Möglichkeit einer Ausstellung.
Den Helvetia Art Prize 2025 erhält Kelechi Amaka Madumere
Kelechi Amaka Madumere, Absolventin des Bachelorstudiengangs «Representation» an der HEAD in Genf wird mit dem Nachwuchsförderpreis ausgezeichnet.
In ihrer künstlerischen Praxis verhandelt Kelechi Amaka Madumere die vielschichtigen Verflechtungen von Gewalt, Kindheit und gesellschaftlichen Machtstrukturen. Ausgehend von eigenen Erfahrungen gelingt es ihr, persönliche Narrative mit kollektiven Realitäten zu verweben. Sie thematisiert dabei sowohl häusliche als auch systemische Gewalt und entwirft ein vielschichtiges Bild davon, wie sich Unterdrückung in Körpern, Materialien und Räumen einschreibt. In ihren Installationen, Zeichnungen und Objektarbeiten übersetzt Madumere komplexe Emotionen wie Schmerz, Ohnmacht und Zärtlichkeit in eine präzise Materialsprache. Sie arbeitet bevorzugt mit gebrauchten und vermeintlich wertlosen Fundstücken – Dinge, die bereits Spuren der Vergangenheit tragen. Sie behandelt diese mit einer Haltung der Fürsorge, als wolle sie das Zerbrochene heilen, ohne dessen Brüche zu leugnen. Kelechi Amaka Madumere gelingt es, komplexe Themen wie rassistische Gewalt und Missbrauch auf eindringliche Weise zu verhandeln, ohne zu moralisieren – vielmehr eröffnet sie mit jedem Element ihrer Installationen einen kraftvollen Diskurs.
