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Loving Highsmith

Der Dokumentarfilm über die US-amerikanische Schriftstellerin feiert in Anwesenheit von Bundesrat Alain Berset in der Reithalle seine Premiere.

«Loving Highsmith» von Eva Vitija ist ein berührendes und filmisch packend umgesetztes Porträt dieser faszinierenden Schriftstellerin und komplexen Persönlichkeit. Basierend auf Patricia Highsmiths Tage- und Notizbuch-Aufzeichnungen und Berichten ihrer Familie und Freundinnen, wirft der Film ein neues Licht auf das Leben und das Werk der Thriller-Autorin, das durch ihr heimliches Liebesleben und dessen bestimmenden Einfluss auf ihre Identität geprägt war.

Die Regisseurin und Drehbuchautorin Eva Vitija (arttv Interview mit der Regisseurin) ist 1973 in Basel geboren, machte 2002 in Berlin ihr Diplom als Drehbuchautorin und schrieb zahlreiche Spielfilmdrehbücher fürs Kino und Fernsehen. 2015 machte sie im Rahmen eines Masterstudiums an der Zürcher Hochschule der Künste ihren ersten langen Dokumentarfilm als Regisseurin. Der Film «Das Leben drehen – Wie mein Vater versuchte, das Glück festzuhalten» gewann 2016 den Prix de Soleure an den 52. Solothurner Filmtagen und konnte noch viele weitere nationale und internationale Preise verzeichnen.

«Loving Highsmith» wurde produziert von Ensemble Film (Franziska Sonder und Maurizius Staerkle Drux). Der Dokumentarfilm ist eine Koproduktion von Ensemble Film (Zürich), Lichtblick Film- und Fernsehproduktion (Köln) sowie ZDF, Arte, SRF Schweizer Radio und Fernsehen und RSI Radiotelevisione Svizzera.

Loving Highsmith | Synopsis

Die Liebe und ihr prägender Einfluss auf die Identität sind der heimliche Nährboden für die Werke von Patricia Highsmith. Neben komplexen psychologischen Kriminalromanen wie «The Talented Mr Ripley» oder «Strangers on a Train» schreibt die weltbekannte Autorin mit «The Price of Salt/Carol» Literaturgeschichte: Zum ersten Mal endet eine Liebesbeziehung zwischen zwei Frauen nicht in einem Desaster. Doch Patricia Highsmith kann den 1952 erscheinenden Roman nur unter Pseudonym herausbringen. Zeitlebens sieht sie sich gezwungen, vor ihrer Familie in Texas wie vor der Öffentlichkeit geheim zu halten, dass sie lesbisch ist. Wie viele ihrer Romanfiguren führt sie ein Doppelleben. Über ihr bewegtes Liebesleben – ein für sie immer präsentes Thema – schreibt Patricia Highsmith nur in ihren Tage- und Notizbüchern. Diese wurden nach ihrem Tod in einem Wäscheschrank in ihrem Haus im Tessin gefunden, wo sie die letzten Jahre ihres Lebens verbrachte. Regisseurin Eva Vitija stützt sich auf diese Schriften. Darüber hinaus ist es ihr gelungen, ehemalige Freundinnen und die Familie von Patricia Highsmith für ihren Kinofilm «Loving Highsmith» zu gewinnen. Entstanden ist eine faszinierende Liebesbiografie, die ins Land der Obsessionen, der doppelten Identität, der Geheimisse und der Sehnsüchte von Patricia Highsmith führt: Ein Film, der ein neues, zuweilen romantisches und poetisches Licht auf eine der schillerndsten Autorinnen des 20. Jahrhunderts wirft.

Berühmt dank Alfred Hitchcock

Bei weitem nicht alle Schriftsteller*innen haben einen derart starken Bezug zum Film wie die US-Amerikanische Thriller-Autorin Patricia Highsmith – auch wenn sie sich stets der Mitarbeit an Drehbüchern verweigerte (oder, laut ihren eigenen Aussagen, schlicht nicht gefragt wurde mitzuarbeiten). Ihre Berühmtheit als Schriftstellerin erlangte sie dank Alfred Hitchcocks Verfilmung ihres Erstlingsromans «Zwei Fremde im Zug» im Jahre 1950. Was folgte waren zahlreiche weitere Verfilmungen ihrer Romane, unter anderem «Plein Soleil» mit Alain Delon, «Der talentierte Mr. Ripley» mit Matt Damon oder «Carol» mit Cate Blanchett. Patricia Highsmith, 1921 in Texas, USA, geboren, lebte unter anderem auch im Tessin, wo sie 1995 verstarb. (Textquelle: Cinebulletin)

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