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Kino | Bedtime Stories

Das männliche Mädchen-für-alles namens Skeeter lebt die Hotellerie schlechthin. Dies allerdings auf Stufe des Handwerkers, was nicht schlecht ist, doch um die Liebe seines Lebens und Wertschätzung überhaupt zu erhalten, muss alles auf den Kopf gestellt werden. Das tut es auch, ein komödiantisches Tohuwabohu nimmt seinen Lauf.

Synopsis: Onkel Skeeter übernimmt unfreiwillig die Rolle als Babysitter, da seine Schwester Wendy für kurze Zeit, ebenfalls unfreiwillig, einen anderen US-Bundesstaat bereist. Skeeter ist weder kindertauglich noch lernbereit oder zuvorkommend. Aber er ist Hotelhausmeister – ein sehr guter, nur aber bringt ihm diese Begabung oder seinen Enthusiasmus nicht sonderlich weit, wenn es um Kindergesellschaft geht. Probleme sind also vorprogrammiert. Und der Problemhaufen formiert sich ziemlich rasch zu einem Hügel, als sich auch noch eine scheinbar unerreichbare Schönheit (Tochter des Hotelbesitzers) in seinen Alltag «einschleicht». Dieser Hügel mausert sich für Skeeter dann sogar zu einem wahrhaftigen Berg, zeichnet sich doch ein völlig neues Hotelkonzept ab.

Kritik: Die personifizierte Komödie aka Adam Sandler (Onkel Skeeter) ist einmal mehr in seinem Element. Dabei seiltanzt er gekonnt zwischen gutem Humor und grenzwürdigem Spass. Mit von der Partie sind etliche seiner ulkigen Weggefährten, so etwa Rob Schneider (u.a. Rent a Man, Judge Dredd, Animal, Seinfeld). Sonstige Cinemaperlen: Courteney Cox in «Wendy-Gestalt» (bspw. Friends, Scream) ist zwar nicht viel zu sehen, wenn aber, dann macht es Freude. Aisha Tyler (Friends, 24 …) kann ebenso auf der Leinwand bestaunt werden. Ein bisschen krud, ein wenig eklig und aber äusserst unterhaltend ist auch Richard Griffiths – z.B. Sleepy Hollow, Die nackte Kanone, Gandhi, Funny Bones – in seiner Rolle als Barry Nottingham. Bedtime Stories ist kurzweilig, anspruchslos und wird geschmückt von witzigen Kosenamen, einem nicht alltäglichen Ideenreichtum sowie ausgefallenen Wortkreationen. Der Walt-Disney-Leckerbissen gibt sich ganz den Sprösslingen hin. Das passt aber auch, denn es heisst ja so schön, dass Kinder die Brücke zum Himmel seien. Fürwahr.

Cyril Schicker

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