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Halt auf freier Strecke

Andreas Dresen hat sich mit Filmen wie «Wolke 9», «Halbe Treppe» oder «Sommer vorm Balkon» international einen Namen gemacht. «Halt auf freier Strecke» ist ein weiterer Beweis seines Talents.

Zum Film. Die tödliche Diagnose trifft ihn mitten im Leben: Frank (Milan Peschel) ist erst 40 Jahre alt und hat einen inoperablen Gehirntumor. Der Krebs zwingt seine Familie, Frau Simone (Steffi Kühnert) und die beiden Kinder, Halt auf freier Strecke zu machen. Jeder muss seinen eigenen Weg finden mit dem Sterben umzugehen. Frank zieht sich zurück und hält Zwiesprache mit seinem Tumor. Simone will ihren Mann bis zum Tode pflegen, auch wenn es sie ihre letzte Kraft kostet. Dabei wird sie liebevoll von ihrem kleinen Sohn unterstützt. Die Tochter kann nicht mitansehen, wie die Krankheit den Körper und die Persönlichkeit des Vaters Stück für Stück auffrisst, sie sucht Ablenkung ausserhalb des Familienlebens.

Stimmen: Hervorragend geschnitten und trotz 110 Minuten Sterbens nie langweilig, ist «Halt auf freier Strecke» ein herausragender Film, der zwar in seiner Offenheit schwer zu ertragen ist, aber gleichzeitig schön, und der nie die Würde der dargestellten Familie missachtet oder den Sterbenden voyeuristisch entblösst. filmszene.de | Es sind die stillen, kleinen Szenen, die diesen Film so bewegend und fast schon unerträglich traurig machen. Spiegel | Mit aussergewöhnlich emotionaler Intensität stört Andreas Dresen unsere Verdrängungsmechanismen, konfrontiert uns mit unheilbaren Krankheiten und dem Tod, der unweigerlich auf uns alle zukommt. Er führt dahin, wo es weh tut. Bayrischer Rundfunk

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