22 Filme im Wettbewerb, ein Goldener Bär – und drei frühe Favoriten: ROSE, GELBE BRIEFE und NIGHTBORN. Aber Berlinale wäre nicht Berlinale ohne Überraschungen. arttv.ch ist für euch vor Ort – offen dafür, dass uns am Ende des Festivals anz andere Wettbewerbsfilme den Boden unter den Füssen weggezogen haben.
Drei Berlinale-Wettbewerbsfilme mit Siegerchancen
- Publiziert am 11. Februar 2026
1. Rose – Markus Schleinzer
Mit Sandra Hüller im Zentrum ist dieser Film der wohl klassischste Goldener-Bär-Kandidat. Historisch verankert, formal präzise und thematisch hochaktuell (Identität, Macht, Zuschreibung). Schleinzer beherrscht das kontrollierte, unbequeme Erzählen – und Hüller ist auf dem Höhepunkt ihres Schaffens.
👉 Starker Jury-Film.
2. Gelbe Briefe – İlker Çatak
Nach Das Lehrerzimmer bestätigt Çatak seinen Ruf als einer der wichtigsten politischen Filmemacher im deutschsprachigen Raum. Staatliche Willkür, moralische Grenzfragen, existenzielle Entscheidungen – klar erzählt, ohne plakativ zu werden.
👉 Zeitgeist-Film mit klarer Haltung.
3. Nightborn – Hanna Bergholm
Der vielleicht untypischste, aber mutigste Wettbewerbsbeitrag. Horror als Metapher für Mutterschaft, Beziehung und Kontrollverlust – atmosphärisch stark, körperlich spürbar. Genau solche Genre-Grenzgänger überraschen Jurys immer wieder.
👉 Risiko – aber mit Auszeichnungspotenzial.
Kurz gesagt:
Preisfavorit: Rose
Politisch relevant: Gelbe Briefe
Mutig und eigenständig: Nightborn