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CH-Kino l Chrigu

Die Zeitung "Der Bund" bezeichnete "Chrigu" als den bewegendsten Film der Berlinale. Christian Ziörjens "Lebenskampf" ist ein Film, den Sie nicht verpassen sollten.

Synopsis. Der Dokumentarfilm «Chrigu» erzählt die Geschichte eines jungen Mannes, der grosse Pläne für sein Leben hatte. Nachdem im Alter von 21 Jahren in seinem Nacken ein Tumor im fortgeschrittenen Stadium entdeckt wird, kämpft er um sein Leben. Jan Gassmann begleitete seinen Freund mit der Kamera bis zu dessen Tod.

Kritik: “Lass uns einen Film machen, ich steige dann irgendwann aus” sagt der krebskranke Chrigu (Christian Ziörjen) zu seinem Freund Jan Gassmann. Beides blutjunge Filmemacher. Aber nicht moralisierend soll der Film sein, sondern lustig und lebensbejahend.
Entstanden ist ein Dokumentarfilm, basierend auf 120 Stunden Filmmaterial, der uns die Sprache verschlägt, tief berührt. Wir begleiten Chrigu bis zu seinem Tod. Ein lebenslustiger junger Mann, der nach Indien reist, der Videoclips für seine Band dreht, im Privatfernsehen Kommentare gegen die Konsumgesellschaft spricht und trotzdem (oder vielleicht gerade deswegen) an der HSG (Schweizer Eliteuniversität für Wirtschaft) studiert. Für den Betrachter ist Christian Ziörjens Kampf gegen die tödliche Krankheit eine emotionale Achterbahn. Die Tränen lassen sich nicht zurückhalten. Aber “Chrigu” ist nicht düster. Ganz im Gegenteil, auch wenn am Ende der Tod steht, der Film ist vielmehr eine Hommage an das Leben. Grossartig!

Persönlicher Nachsatz: Die Tageszeitung “Der Bund” hat “Chrigu” als den bewegendsten Film an der diesjährigen Berlinale bezeichnet. Damals selber vor Ort, schliesse ich mich dieser Einschätzung gerne an. “Chrigu” ist ein sehr emotionaler Film, der uns ohne voyeuristisch zu sein, das tragische Schicksal von Christian Ziörjen auf bewegende Weise näher bringt.

Fazit: 10 von 10 art-tv Filmperlen und ein klarer Anwärter für den Schweizer Filmpreis.

Felix Schenker

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