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51. Solothurner Filmtage | Rencontre | Ursina Lardi

Das Spezialprogramm «Rencontre» der Solothurner Filmtagen ehrt jährlich eine Persönlichkeit des Schweizer Films und zeigt ausgewählte Werke ihres Schaffens. Dieses Jahr ist es Ursina Lardi, die dank ihrer Schauspielkunst auch mittelmässige Filme zu Perlen macht.

Dunkelhäutiges Kind
Ursina Lardi ist Schauspielerin mit Leib und Seele. Die stürmische Liebhaberin spielt sie ebenso leidenschaftlich wie die betrogene Ehefrau. Oft verkörpert sie Frauen, die vor einer Prüfung im Leben stehen. Im Kriegsdrama «Lore» (2013) muss sie als Mutter ihre Kinder an der Front zurücklassen. Im Krimi «Der Kameramörder» (2010) entdeckt sie, dass ihr Exfreund ein Sadist ist. Und in «Canzun alpina» (2008) bringt sie zur Überraschung ihres Partners ein dunkelhäutiges Kind zur Welt.

Schweizer Filmpreis
Virtuos und komplex sind ihre Interpretationen. In der preisgekrönten Familiensaga «Das weisse Band» (2009) von Michael Haneke spielt sie eine reiche, aber unglückliche Baronin. Die Rolle einer schwangeren Frau, die in «Traumland» (Trailer) nur vordergründig ein intaktes Beziehungsleben führt, brachte ihr 2014 den Schweizer Filmpreis als beste Darstellerin ein. Zudem spielt Ursina Lardi regelmässig im Theater, unter anderem an der Berliner Schaubühne, wo sie zum festen Ensemble gehört.

Leinwanddebüt 2001
Die «Rencontre» zeigt eine Auswahl von elf Filmen mit Lardi in tragenden Rollen. Darunter ihr Leinwanddebüt «Mein langsames Leben» (2001) von Angela Schanelec sowie als Welturaufführung das Beziehungsdrama «Sag mir nichts» (2016) von Andreas Kleinert, wo sie an der Seite von Roeland Wiesnekker zu sehen ist. Eine «Carte Blanche»-Vorstellung und zwei Gespräche über ihre Arbeit vertiefen die Begegnung. Textquelle: Solothurner Filmtage

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