Vom 20. bis 29. März 2026 verwandelt sich Freiburg erneut in einen Treffpunkt des internationalen Autorenkinos. Zum runden Geburtstag lädt das Festival zu einer besonders engagierten Ausgabe ein – mit zahlreichen Premieren, starken Stimmen aus unterschiedlichen Weltregionen und einem Programm, das aktuelle Konflikte ebenso beleuchtet wie menschliche Hoffnungen und Dilemmata.
114 Filme aus 62 Ländern: Das FIFF feiert sein 40-jähriges Jubiläum
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Das Internationale Filmfestival Freiburg präsentiert eine Jubiläumsausgabe, voller filmischer Entdeckungen.
Kino als Spiegel globaler Realitäten
Seit seinen Anfängen versteht sich das Festival als Plattform für Filme, die gesellschaftliche und politische Fragen nicht ausblenden, sondern bewusst ins Zentrum rücken. Auch dieses Jahr stehen Geschichten im Fokus, die aus Krisengebieten oder historischen Konflikten entstehen. Beiträge thematisieren etwa den Vietnamkrieg, die Situation im Iran, die Folgen der russischen Invasion in der Ukraine oder die chilenische Diktatur. Dabei entstehen aus grossen politischen Ereignissen immer wieder intime Erzählungen über Menschen, die vor moralischen Entscheidungen stehen. Diese Verbindung von globaler Perspektive und persönlicher Geschichte prägt das Profil des Festivals seit Jahrzehnten.
Rückblick auf die Geschichte eines besonderen Festivals
Zum Jubiläum blickt das Festival auch auf seine eigene Geschichte zurück. Die Sektion «Entschlüsselt: Die 1. Ausgabe des FIFF» erinnert an das Jahr 1980 und zeigt mehrere Filme aus der allerersten Festivaledition. Zeitzeugen diskutieren darüber, wie sich das Festival entwickelte und weshalb gerade Freiburg zu einem wichtigen Fenster für das Kino aus Asien, Afrika und Lateinamerika wurde. Eine weitere Reihe würdigt den Förderfonds visions sud est, der über viele Jahre hinweg Filmproduktionen aus dem globalen Süden unterstützte. Trotz relativ bescheidener Mittel ermöglichte die Initiative die Realisierung von rund 250 Filmen und prägte damit die internationale Festivallandschaft.
Ein neues Zentrum für Begegnungen
Zum runden Geburtstag erhält das Festival auch ein neues Herzstück: das Nomad Wood Nest. Der Pavillon aus Schweizer Holz entsteht auf der Schützenmatte und dient während der gesamten Festivaldauer als Treffpunkt für Filmschaffende, Publikum und Gäste. Neben Filmvorführungen prägen Diskussionen, Begegnungen und sogar kulinarische Veranstaltungen das Programm. Mehr als 80 Videobotschaften von Persönlichkeiten aus der ganzen Welt erinnern zudem an die internationale Geschichte des Festivals. Vierzig Jahre nach seiner Gründung bleibt das FIFF damit vor allem eines: ein Ort, an dem Kino Menschen zusammenbringt.