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Zimmerstund | Eine Alpen-Kammer-Oper

Ein Stück für Gesang-Jodel, Schauspiel und Kammerorchester, das von der Zimmerstunde in einem Panoramarestaurant erzählt.

Der Schauplatz ist ein Ausflugsrestaurant in den Bergen. Dort arbeiten vier Menschen, im Service, wie man es nennt, und solange sie im Dienst sind, Gäste begrüssen, Essen auftragen, einkassieren, Gläser polieren, solange sie also beschäftigt sind, solange geht es ihnen gut.
Aber jeden Tag, punkt vierzehn Uhr, da schlägt die Zimmerstunde, die unbezahlte Zeit bis halb sechs Uhr abends. Was will man machen zwischen zwei und fünf? Es reicht für nichts Gescheites.
Zuerst einmal flucht man leise. Flucht über die Berge, über die Seilbahn, die Gäste, aber vor allem flucht man über die Zeit, die verstreicht. Man trinkt ein Einerli, zum Einstandspreis. Man schaut hinaus und sieht nichts als Berge. Man sammelt Kirschen, nicht draussen in der Hostet, drinnen in der Beiz, wo an der Wand der Glücksspielautomat den Nachmittag zum existentiellen Abenteuer macht.

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