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Theater Orchester Biel Solothurn | Radames | Lohengrin

Zwei Kurzopern des späten 20. Jahrhunderts werfen einen neuen Blick auf vermeintlich bekannte Themen.

Zwischen Kindheitsvisionen, Angst und erwachender Erotik driftet Sciarrinos Protagonistin mehr und mehr in die Welt des Skurrilen und des Wahns. Ein Perspektivwechsel im bekannten Lohengrin-Stoff.

«Radames»
Im Zentrum von Péter Eötvös’ 1975 uraufgeführter Kammeroper «Radames» steht eine Opernprobe von «Aida» mit einer Truppe, die vom Sparhammer besonders hart getroffen wurde: Die Finanzierung reichte nur für drei Orchestermusiker, der Kapellmeister dirigiert vom E-Piano aus und der Countertenor des Ensembles muss sowohl die Rolle der Aida wie auch des Radames singen. So kommt es, ganz zum Unglück der drei anwesenden Regisseure und zur grossen Unterhaltung des Publikums, zu allerlei Pannen – nur selten erhält man auf der Bühne solch ungefilterte Einblicke in einen Probenbetrieb.

«Lohengrin»
Salvatore Sciarrinos «Lohengrin» wurde als «Azione invisibile per solista, strumenti e voci» 1982 in Mailand uraufgeführt. Die Bühnenhandlung orientiert sich lose an der Legende von «Lohengrin» wie sie etwa von Richard Wagner vertont wurde. Der Komponist wählt aber für die Dramaturgie seiner Oper die ungewohnte Perspektive der Elsa, der zu Unrecht angeklagten Jungfrau.

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