Theater

Theater Chur | Peiden

Ein Abend von und mit dem Theater- und Filmschauspieler Bruno Cathomas

Das Stück «Peiden» erzählt von einem Dorf am sonnigen Hang in den Bergen des Val Lumnezia im Kanton Graubünden. Liebevoll arrangiert unter der Federführung des Bündner Bühnenkünstlers geht es um die Geschichte einer schicksalhaften Gemeinde; es geht darum, wie Peiden zweimal niederbrannte und zweimal aufgebaut wurde, den Hang runterrutschte und verlassen wurde, bis selbst der Friedhof sich leerte.

Über das Stück

Der Schauspieler Bruno Cathomas, dessen Vorfahren das Kurhotel Peiden-Bad führten, erzählt davon, wie er eines Morgens mit einem Brandmal aufwachte, wie er als Zwölfjähriger acht Stunden an einen Baum gefesselt wurde, wieso der Dorfpolizist schuld ist, dass er eine Schlosserlehre bei Blocher absolvieren musste, und weshalb er nun so geworden ist, wie er ist: bewundert auf den deutschen Bühnen für seine masslose Darstellung, weil er seine Figuren und sich selbst immer an den Rand des Möglichen führt, und gefürchtet in der Heimat, weil er kein Blatt vor den Mund nimmt. Da hört man schon mal die Klage, wieso er immer so ein Grober sein müsse. Dieser Bruno trifft auf einen anderen Bruno, einen, der sein Dorf nie verlassen hat und von den Erinnerungen an seine Ahnen lebt. Wie dieses Leben verlaufen wäre, weiss schliesslich nur die heilige Mutter Gottes, die in den Glenner geworfen wurde. Eins jedoch ist gewiss: Für zwei Brunos ist die Welt zu klein.

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