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Theater Basel I Othello

Tödliche Machenschaften – Othello sieht rot. In welch böses Spiel ist der Held der Nation da geraten?

Othello-Kult
Der Ausländer, der Farbige, der Muslime als Hero der westlichen Kulturmetropole. Oder war er doch ein Christ? Shakespeare, der Altmeister der Dramatik mit dem schalkhaften Spürsinn für Widersprüche in der Gesellschaft, legt selbst die Spur. Es wird geforscht, bis heute. Warum wird da geforscht? Was würde ein christlicher Mohr ändern? Der Othello-Kult stellte die Nation in der Lagune vor eine Zerreissprobe. Wenn auch leise, fast unhörbar schiessen Emotionen, Phantasien und Gerüchte aus dem Boden. Hass, Rassismus und Liebe vermag die ins Rampenlicht getretene dunkle Gestalt auszulösen. Neid gegenüber dem ranghohen Kollegen, Eifersucht unter treuen Partnern. In diesem Drama versuchen alle Figuren, mehr zu sein, als sie sind, und sie zahlen jeden Preis, auch den unbezahlbaren, um ihr Ziel zu erreichen. Meisterlich beschreibt Shakespeare, wie das Krebsgeschwür des Neides auf den Komplexen wuchert, die die Mehrwert-Gesellschaft sät; wie jede menschliche Schwäche und jede kulturelle Eigenart als Spielball der Machtgierigen missbraucht wird. Und all das vor der Kulisse einer glamourösen, reichen, weltoffenen Metropole.

Junges Schauspiel Theater Basel
Ein Team aus theaterpädagogisch erfahrenen Regisseurinnen, Regisseuren und Choreografinnen ist seit vielen Jahren aktiv, um Jugendliche und Erwachsene ans Theater Basel heranzuführen. Es geht um Mitwirkung, ums Ausprobieren, Spielen, Schauen und ums Diskutieren. Im Spielplan als Junges Schauspiel, in Backstage-Angeboten wie den Neuschneegruppen und in theaterpädagogischen Veranstaltungen mit zeit- und altersgemässen Themensetzungen wird der künstlerische Aufbruch von Jugendlichen und Laien anderer Altersgruppen angeregt und auf hohem Niveau gefördert.

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