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Theater Basel I Don Karlos

"Ich glaube, dass man durch diesen Abend den Mut bekommt, oder den Glauben daran, dass man selbst die Welt verändern kann." Das sagt Judith Stössenreuter. Sie spielt in «Don Karlos» die Königin Elisabeth und das mit Bravour.

Zum Stück
Don Karlos liebt die Königin von Spanien – er war ihr versprochen, doch sein Vater, König Philipp, hat sie selbst geheiratet und ihm zur Mutter gemacht. Doch Karlos’ Leidenschaft lässt sich nicht schmälern, sein Tagesgeschäft ist die unerfüllte Liebe. Ihm zur Seite steht der Marquis von Posa, ein Freigeist, der nicht «Fürstendiener» sein kann, dem «das Jahrhundert für sein Ideal nicht reif» ist. Gedankenfreiheit ist es, was er fordert – in der Liebe und in der Politik. Die rebellierenden Protestanten in Flandern sind für Posa ein Zeichen der Veränderung. Den zukünftigen König von Spanien, Don Karlos, hofft er auf die neuen Zeiten einstellen zu können. Doch noch regieren die alten Herrscher; König Philipp wird beraten von machthungrigen und kirchentreuen Despoten: Herzog von Alba sieht seine Macht durch das neue Denken gefährdet und zieht seine Fäden im Verborgenen …

Individuelle Widerstände
Occupy, ACTA oder Arabischer Frühling – die Zeit der individuellen Widerstände ist da. Freiheit heisst nicht mehr länger liberale Marktwirtschaft und Privatisierung; Freiheit ist wieder eine ethische Grösse. Simon Solberg überführt «Don Karlos» in die Welt des erneuten Aufbruchs, auf den Weg in «sanftere Jahrhunderte, in denen die Notwendigkeit menschlich sein wird». Denn «keine Zeit und keine Macht ist imstande, den Wunsch nach Freiheit zu unterdrücken». (Niccolò Machiavelli)

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