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Luzerner Theater | Der zerbrochene Krug

Das faszinierende Lustspiel handelt vom Verhältnis von Recht und Gerechtigkeit, vom Widerspruch zwischen Eigeninteresse und öffentlichem Interesse.

Weshalb kommt nebst Dorfrichter Adam, der dazu gezwungen ist, sich selbst den Prozess zu machen, auch dem Gerichtsrat Walter eine ganz entscheidende Bedeutung zu? Vertritt dieser als Vertreter des Rechtsstaats denn nicht die Gerechtigkeit, das Recht des Bürgers? Und welche Rolle spielt Eve im ganzen Geschehen? Im Laufe der Geschichte erfährt man Stück für Stück mehr über die Hintergründe und Motivationen der einzelnen Akteure.

Der Regisseur Peter Wittenberg vertraut ganz auf den Text. Kleists Kunstsprache verleiht den Szenen etwas Naives und erzeugt eine starke Unmittelbarkeit. Gleichzeitig ist sie hochpoetisch und verleiht der Aufführung aufgrund der in fünfhebigen Jamben gesprochenen Sätze einen wunderschönen Rhythmus und eine Dynamik, die besticht. Das Bühnenbild – mehr sei noch nicht verraten – überzeugt durch seine Schlichtheit. Das Straucheln des Dorfrichters Adam, und mit ihm der ganzen Dorfgemeinschaft, wird einem buchstäblich vor Augen geführt.

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