Fabriktheater Rote Fabrik | Radikal Anders

Stellen wir uns einen Ort vor, an dem auf engstem Raum radikal Anderes aufeinandertrifft.

Und jetzt stellen wir uns vor, das wäre dort kein Grund schwarz zu sehen, sondern der Motor für ein produktives Zusammenspiel. Denn an diesem Ort ist zwar jede*r anders als die anderen, doch sind sie einander gleichgestellt; auch bleiben alle immer unabhängig, obwohl sie eng miteinander kooperieren und gemeinsam Neues schaffen. Über die Grenzen von Performance, Musik und Theater hinweg zeigt «Radikal Anders», das Kooperation nicht bedeuten muss, sich selbst aufzugeben.

Soundutopie
Was nach einer schönen Utopie klingt, ist in Wirklichkeit das musikalische Prinzip der Polyphonie. In diesem Fall sind es aber nicht Melodien, die alle einen Solopart spielen und sich trotzdem zu Duos, Trios und zum Quartett verbinden, – hier sind es eine Schauspielerin, ein Tänzer, eine Videokünstlerin und ein Musiker, die einen konstruktiven Dialog aufbauen.

Im Fluss
Und weil es an diesem Abend auch um Veränderung geht, durchläuft das Stück verschiedene Stadien: von radikaler Abgrenzung, wo jede*r für sich bleibt, bis zur totalen Entgrenzung, wo es überall nur noch Gleiches gibt. Dazwischen liegt dieser utopische Ort, wo die Grenzen zum Anderen anerkannt und respektiert werden und doch durchlässig sind. «pulp.noir» operiert an der Schnittstelle zwischen den Künsten und erkundet mit allen Mitteln und Medien die Absurdität des Lebens, um sie dem Publikum in Performances und Installationen zugänglich zu machen.

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