Politik trifft private Leidenschaft - im Bühneklassiker «Wiener Blut» von Johann Strauss sorgen Verkleidungen, amouröse Verwicklungen und feinsinnige Intrigen für eine temporeiche Handlung.
Die Operettenbühne Hombrechtikon zeigt «Wiener Blut»
Als neueste Produktion has sich die Operettenbühne Homberechtikon einen Klassiker ausgesucht, der bestens in die heutige hektische Zeit passt.
Walzerseeligkeit und tänzerische Leichtigkeit
«Wiener Blut» ist ein ebenso kunstvoll wie unterhaltsam gefügtes Pasticcio - ein Stück also, das aus bereits existierenden Melodien zusammengestellt wurde: Aus einigen der schönsten Melodien des reichen Werkes von Johann Strauss schufen die Librettisten Victor Léon und Leo Stein ein neues Bühnenwerk. Sie versahen die Musik mit frischen Texten und betteten die Stücke in eine Handlung ein. So führen Johann Strauss’ Walzerseligkeit und tänzerische Leichtigkeit das Publikum mitten hinein in das gesellschaftliche Treiben des Wiener Kongresses. Dort treffen grosse Politik und private Leidenschaften aufeinander – turbulent und vergnüglich zugleich.
Graf Zedlau und seine verschiedenen Liebschaften
Bemerkenswert ist das Tempo der Handlung. Dass sich alles innerhalb eines einzigen Tages abspielt, passt erstaunlich gut in die heutige hektische Zeit. Im Zentrum stehen der Graf Zedlau mit seinen verschiedenen Liebschaften – und seine Gattin Gabriele. Als der etwas überforderte Fürst Ypsheim in heiterer Verwirrung die Damen des Grafen durcheinander bringt, nimmt die Handlung Fahrt auf. Verkleidungen, amouröse Verwicklungen und feinsinnige Intrigen treiben das Geschehen weiter voran, bis sich zum Schluss alles mit charmantem Augenzwinkern auflöst – ganz im Sinne des Wiener Schmähs.


