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Chronik eines Aussterbens | Ein zeitgenössisches Mysterienspiel

20 Performer:innen laden in einem Parkhaus im thurgauischen Tägerwilen zu einer rituellen Reise

Gemeinsam mit Till Schneider (Video- und Lichtinstallation), Beat Keller (akustische Gitarre und Feedbacker) und Sandra Weiss (Saxophon und Fagott) erzählen Micha Stuhlmann und seine Performer:innen einen universellen Schöpfungsmythos in neuen Kleidern – zeitgenössisch, frei von Pathos und Eindeutigkeiten – weltlich und alltäglich – archaisch wild und rituell, begleitet von Licht- und Videoinstallationen sowie spektakulären Klängen,

Hintergrund
Während des Lockdowns im April 2020 entstand im abgeschiedenen künstlerischen Kosmos von Micha Stuhlmann die Idee eines Mysterienspiels an die Natur und den Menschen. Die Ausschreibung «KosmosKulturThurgau» vom Kulturamt Thurgau traf auf die Idee und das Projekt wurde im Sommer 2020 zur Umsetzung ausgewählt. Nach einem Jahr des Recherchierens, Experimentierens und Choreografierens wurde der erste Abschnitt der künstlerischen Arbeit in zwei öffentlichen Performances im Kult-X in Kreuzlingen gezeigt und mündete in den zweiten Arbeitsabschnitt des Projekts. Das Drehbuch, zunächst für vier Spieler:innen konzipiert, wurde zur Arbeitsgrundlage für eine Gruppe von 20 Performer:innen, die sich auf eine Ausschreibung hin meldeten. Seit September 2021 erarbeitet Micha Stuhlmann mit ihnen das angepasste und zugleich fragmentierte Drehbuch, erweitert es mit partizipativen Strategien und unterfütterte das Urthema von Werden und Vergehen mittels Gruppe und den darin stattfindenden Prozessen.

Zur Idee
Innerhalb von zwei Stunden schlägt «Chronik eines Aussterbens» Brücken zu unterschiedlichsten Wirklichkeiten. Der Urgrund des Mysterienspiels von Micha Stuhlmannm liegt in der Behauptung, dass wir unsere Angst vor dem Tod und die darin verborgene Angst vor dem Leben verlieren, wenn wir um die Prozesse zwischen Sterben und Tod wissen – oder wenigstens eine Ahnung davon haben. Jeweils 50 Gäste sind eingeladen, sich im Laufe der abenteuerlichen Reise auch als Ritualteilnehmende zu erleben. Die erzeugte Kraft des Ortes, subversiv wie sakral, bietet den Boden für den immer wiederkehrenden Mythos: die Erzählung des Kreislaufes von Leben und Tod, von der Energie und den Auflösungsprozessen der Elemente, aus denen wir und das Universum bestehen und den daraus entstehenden tröstlichen Perspektiven.

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