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CH-Musical l Ewigi Liebi

Das Musical "Ewigi Liebi" setzt auf Altbewährtes und kommt damit beim Publikum bestens an.

Infos «Ewigi Liebi» ist ein Schweizer Musical mit Mundarthits: Von «Alperose» bis zu «Ewigi Liebi» sind die Ohrwürmer Schweizer Bands in einer Geschichte rund um Liebe, Verrat und Missverständnisse zu hören und erleben. Fünfzehn Schweizer Musicaldarstellerinnen und -darsteller präsentieren eine dreistündige Bühnenshow. Mit dabei sind auch das Trio Eden als Murmelifamilie sowie MusicStar 2007, Fabienne Louves. Begleitet werden sie von einer fünfköpfigen Liveband.

Kritik: Das Prinzip ist einfach: Aufbauen auf Altbewährtem, Recycling der Gefühle, der Erinnerungen, festhalten an alten Erfolgen. Was dem Publikum schon im Original gefallen hat, wird seine Wirkung auch in neuem Kleid entfalten.
Und so ist es! Das Publikum zeigt sich an der Vorpremiere von „Ewigi Liebi“ begeistert. Kaum jemand, der sich am simplen Strickmuster des Musicals stört, sich von der zusammengeflickten Story enttäuschen lässt. Die Musik lässt all diese Mängel vergessen. „Ewigi Liebi“ lebt von den Mundarthits und die werden von der Mehrheit des Ensembles überzeugend vorgetragen. Star des Abends – der Name ist Programm – ist Musicstar-Gewinnerin Fabienne Louves. Von ihr würde man gerne mehr hören (Video). Aber auch sonst gibt es tolle unverbrauchte Stimmen zu entdecken, wie die Luzernerin Caroline Chevin, Nathanael Schaer, Eric Hättenschwiler oder Rolf Sommer, der Polo Hofers „Giggerig“ köstlich interpretiert. Ebenfalls zu gefallen vermag das Trio Eden als skurrile Murmelifamilie, notabene mit schwulem Sohn. Da ist viel guter Witz spürbar, aber auch manchmal für kurze Momente leichte Verunsicherung, ob man nicht doch in einem Kindertheater sitzt.
Dominik Flaschka begeistert einmal mehr mit gelungenen Regieeinfällen. Gegen die zögerliche schauspielerische Leistung einzelner Darsteller, insbesondere vor der Pause, kommt allerdings auch er (noch) nicht an. Vielleicht braucht das Ensemble einfach noch ein paar Tage, dem Stück den nötigen Drive zu verpassen und das ganze zu straffen.
Herzblut und Leidenschaft sind auf alle Fälle vorhanden.

Felix Schenker

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