Oper
«Alice im Wunderland» von Pierangelo Valtinoni | © Toni Suter

«Alice im Wunderland» als Märchenoper im Opernhaus Zürich

Lewis Carrolls Kinderbuch-Klassiker hat schon viele Generationen von Theater- und Filmschaffenden fasziniert, auch Opernkomponist Pierangelo Valtinoni

Valtinoni hatte bereits den «Zauberer von Oz» für das Opernhaus Zürich komponiert. «Alice im Wunderland» ist eine weitere Auftragsprodukion. Die Uraufführung des Stückes war eigentlich für die Spielzeit 2020/21 geplant gewesen, musste aber wegen der Corona-Pandemie verschoben werden. Diese wird jetzt als Schweizer Erstaufführung und zur Freude von Gross und Klein nachgeholt.

«Wer lässt nicht gerne die Wirklichkeit hinter sich und verschwindet für eine Weile in eine Welt, die skurriler und spannender kaum sein könnte. Prädestiniert dafür ist die neue Märchenoper «Alice im Wunderland», die nicht nur Kinder in ihren Bann zieht, sondern auch für Erwachsene jede Menge Spass bringt und Erinnerungen an die eigene Kindheit weckt.» –* Opernhaus Zürich*

Alice im Wunderland | Das Stück

Was tut man gegen Langeweile? Am besten folgt man einem weissen Kaninchen, das an einem sonnigen Nachmittag mit einer Taschenuhr in der Pfote vorbeieilt und vor sich hinmurmelt: «Ich Armer, ich komme zu spät!» Alice jedenfalls zweifelt keine Sekunde daran, dass es genau das ist, was sie tun muss: Sie lässt sich in ein Loch fallen und findet sich in einer Welt wieder, in der alle ihr bisher bekannten Regeln auf den Kopf gestellt scheinen. In dieser Welt gibt es nicht nur kleine Fläschchen mit der Aufschrift «Trink mich!», die Alice auf die Grösse einer Mücke schrumpfen lassen, sondern auch unwiderstehlich schmeckende Kuchen, nach deren Verzehr sie ins Unermessliche wächst und die Baumkronen von oben betrachten kann. Eine seltsame Herzogin mit einer Köchin, in deren Küche der überall verstreute Pfeffer einen pausenlos zum Niesen bringt, wiegt ein dickes Kind in den Schlaf, das sich bei genauerer Betrachtung als Ferkel entpuppt; und der verrückte Hutmacher feiert mit dem Märzhasen und der Schlafmaus an 364 Tagen im Jahr Nichtgeburtstag. Eine grinsende Katze erscheint und verschwindet gerade so, wie sie will, und eine Wasserpfeife rauchende Raupe bringt Alice mit der Frage «Wer bist denn du?» vollends durcheinander. Vielleicht ist ja alles nur ein Traum? Oder existiert Alice überhaupt nur deshalb, weil der laut schnarchende Herzkönig gerade von ihr träumt?

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