Vom 4. bis 19. Dezember 2026 geht das Songbird Festival Davos in die 19. Runde. Mit Lunik, Crimer, Steiner & Madlaina, James Gruntz und Black Sea Dahu vereint das Festival bekannte Namen der Schweizer Musikszene mit spannenden Neuentdeckungen. Auch Lo & Leduc und Stereo Luchs sind mit kostenlosen Konzerten im Skigebiet dabei. Für frischen Wind sorgt zudem ein Wechsel an der Spitze: Nach 18 Jahren übergibt Mitgründer Michel Pernet die Festivalleitung an Guido Rumi. Das bewährte Konzept bleibt bestehen: Schweizer Musik, überschaubare Konzertorte und viel Nähe zwischen Künstler und Publikum.
LUNIK SIND ZURÜCK – Das Songbird Festival Davos feiert ihr grosses Comeback
- Publiziert am 5. November 2026
Lunik sind zurück, Black Sea Dahu setzen den Schlusspunkt und mit Guido Rumi übernimmt ein neuer Festivalleiter das Ruder.
Lunik sind zurück!
Es dürfte einer der emotionalsten Momente dieser Festivalausgabe werden: 13 Jahre nach ihrer Auflösung stehen Lunik wieder gemeinsam auf der Bühne. Die Berner Band um Sängerin Jaël gehörte einst zu den erfolgreichsten Schweizer Popformationen. Mit Hits wie «Through Your Eyes» und «The Most Beautiful Song» prägte sie eine ganze Generation. Ihre unverwechselbare Mischung aus melancholischem Pop und elektronischen Klängen bescherte ihr Gold- und Platinauszeichnungen. Am 5. Dezember feiert Lunik im AlpenGold Hotel Davos ihr Comeback in Originalbesetzung. Den Abend eröffnet die Lausanner Soulsängerin Nnavy. Auch das weitere Programm kann sich sehen lassen. Crimer eröffnet das Festival mit seinem tanzbaren Synthie-Pop und einer gehörigen Portion Achtzigerjahre-Nostalgie. Steiner & Madlaina, bekannt für ihre eigenwilligen Texte und ihren unverwechselbaren Indie-Folk, treten mit Streicherbegleitung auf. James Gruntz wiederum meldet sich nach einer längeren musikalischen Pause mit neuen Songs zurück und präsentiert diese in Davos im Trio. Für einen besonderen Schlusspunkt sorgt am 19. Dezember Black Sea Dahu. Die Zürcher Indie-Folk-Band um Janine Cathrein kehrt mit einem Streichquartett nach Davos zurück. Bereits 2018 war sie hier zu erleben, noch bevor ihr internationaler Durchbruch gelang. Mittlerweile füllt die Formation Konzertsäle über die Landesgrenzen hinaus. Dass sie nun an einen Ort ihrer musikalischen Anfänge zurückkehrt, dürfte für Band und Publikum gleichermassen ein besonderer Moment werden.
Ein neues Gesicht an der Spitze
Nach 18 Jahren übergibt Festivalmitgründer Michel Pernet die Leitung an Guido Rumi. Der gebürtige Willisauer ist seit fast drei Jahrzehnten in der Schweizer Musik- und Kulturszene aktiv. Er war Sänger der Band Grandmothers Groove, engagierte sich bei Radio 3FACH und leitete das Zürcher Musikfestival «Future Is Now». Heute führt er die Kreativagentur Suki und ist Mitinhaber der Zürcher Listening Bar Kasheme. Rumi bringt damit nicht nur organisatorische Erfahrung mit, sondern kennt die Schweizer Musikszene auch aus der Perspektive eines aktiven Musikers. Er übernimmt ein Festival, das sich seit seiner Gründung 2008 eine eigenständige Position erarbeitet hat. Statt auf internationale Superstars und möglichst grosse Bühnen setzt Songbird konsequent auf Schweizer Musiker, die ihre Songs selbst schreiben und interpretieren. Dabei erhalten vielversprechende Nachwuchstalente ebenso eine Plattform wie etablierte Acts. Zahlreiche Künstler:innen standen bereits in Davos auf der Bühne, bevor sie einem breiteren Publikum bekannt wurden.
Konzertsaal trifft Skipiste
Ein Markenzeichen des Songbird Festivals ist die Verbindung von Musik und Davoser Bergwelt. Die Konzerte finden nicht nur in klassischen Veranstaltungsräumen statt, sondern auch an aussergewöhnlichen Orten. Besonders reizvoll sind die kostenlosen Auftritte von Lo & Leduc und Stereo Luchs mitten im Skigebiet. Damit erreicht Songbird auch ein Publikum, das sich vielleicht eher zufällig auf ein Konzert einlässt. Diese Mischung aus musikalischen Entdeckungen, etablierten Namen und ungewöhnlichen Spielorten macht den besonderen Charakter des Festivals aus. Unter der neuen Leitung von Guido Rumi soll diese Identität bewahrt und zugleich weiterentwickelt werden. Die 19. Ausgabe bietet dafür mit dem Comeback von Lunik und einem starken Schweizer Line-up einen vielversprechenden Auftakt.