Kulturgeschichte
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Nidwaldner Museum Winkelriedhaus | Abenteuer Amerika

Mitten in der Kulturkampfzeit des 19. Jahrhunderts erhielt das Kloster Engelberg die Einladung, eine Niederlassung in Amerika zu gründen.

1873. Abt Anselm Villiger und der Konvent waren mit einer Neugründung einverstanden und entsandten zwei Mönche, um das Projekt in Angriff zu nehmen. Einer davon war Pater Adelhelm Odermatt, der heute noch in Mount Angel als Gründervater verehrt wird. Kurz nach ihrer Ankunft im Bundesstaat Missouri gelangten die «Neu-Amerikaner» mit einer Bitte an die alte Heimat: Es möchten zur Unterstützung auch Klosterfrauen aus Maria-Rickenbach nach Amerika kommen. Und so geschah es dann auch.

Die Ausstellung zeigt die Geschichte dieser klösterlichen Abgesandten und die ersten Jahrzehnte ihres nicht unumstrittenen Wirkens in Amerika.

Aller Anfang ist schwer
Die missionsbegeisterte Oberin Sr. M. Gertrud Leupi zögerte nicht und sandte 1874 eine erste Gruppe von fünf Schwestern mit dem Dampfer über den Atlantik. Später folgten zahlreiche weitere Patres und Schwestern. Für die Neuankömmlinge, die mit vielfältigen Herausforderungen zu kämpfen hatten, war der Start nicht einfach: Sie mussten Englisch lernen, sich an ein fremdartiges Klima gewöhnen und sich mit harter Arbeit eine Existenz aufbauen. Das erforderte Tatkraft und starke Nerven, Optimismus und eine gehörige Portion Abenteuerlust. Trotz Widrigkeiten schafften sie es, zahlreiche klösterliche Gemeinschaften, Missionsstationen, «Indianerschulen», Spitäler und höhere Bildungsanstalten zu gründen.

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Klostergemeinschaft Mount Angel, Oregon, um 1890 (Stiftsarchiv Engelberg) 1. Reihe, 3. v.l.: P. Adelhelm Odermatt; rechts neben ihm P. Frowin Conrad, Abt des Klosters Neu-Engelberg in Conception, Missouri. Odermatt und Conrad waren die ersten beiden Engelberger in Amerika.

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