Seit dem Amtsantritt von Donald Trump und seiner rückwärtsgewandten, autoritären Politik erlebt die USA eine beängstigende Welle von Zensur und Buchverboten. Mittlerweile sind rund 23’000 Titel ganz oder teilweise aus Bibliotheken und Bildungseinrichtungen verbannt worden — darunter Werke von George Orwell, Harry Potter oder die Tagebücher von Anne Frank. Wer Bücher verbietet, greift nicht nur Geschichten an, sondern freies Denken, Bildung und letztlich die Demokratie selbst. Das Kultur- und Eventlokal kultSCHÜÜR setzt deshalb am Abend des 10. Juni 2026 ein bewusstes Zeichen gegen Zensur, ideologische Bevormundung und den Versuch, Menschen vorzuschreiben, was sie lesen, denken oder wissen dürfen.
Verbotene Bücher
- Publiziert am 21. Mai 2026
In den USA brennen Bücher. Selten real — wobei selbst das inzwischen nicht mehr ausgeschlossen scheint.
Gegen das Vergessen – Gegen das Verstummen
Das Kultur- und Eventlokal kultSCHÜÜR setzt am Abend des 10. Juni 2026 ein bewusstes Zeichen gegen Zensur, Verbote und das Einschränken des freien Zugangs zu Literatur. Bücherverbrennungen und Buchverbote stehen seit Jahrhunderten sinnbildlich für den Versuch, Gedanken, Kritik und unbequeme Stimmen aus der Öffentlichkeit zu verdrängen. Wo Bücher verboten oder vernichtet werden, geraten immer auch Meinungsfreiheit, kulturelle Vielfalt und demokratische Werte unter Druck. Gerade deshalb ist es wichtig, sich nicht nur mit historischen Beispielen auseinanderzusetzen, sondern auch mit aktuellen Entwicklungen, die weltweit wieder zunehmend sichtbar werden. Im Mittelpunkt des Abends stehen Werke, die in der USA von Zensur betroffen sind oder deren Zugang eingeschränkt wurde. Ausgewählte Texte werden von Andrea Worthmann und Roland Graf vorgestellt und rezitiert. Musikalisch begleitet wird der Anlass von Gino Suter an der Geige, der den literarischen Beiträgen eine eindringliche Atmosphäre verleiht.
Worte in Flammen? – Freiheit verteidigen!
Die Idee zu diesem besonderen Abend stammt von Martin Willi, Betriebsleiter des Lokals in der Kulturstadt Laufenburg. Gemeinsam mit engagierten Mitwirkenden bringt er einen Anlass auf die Bühne, der Kultur, Geschichte und gesellschaftliche Verantwortung miteinander verbindet. Willi sagt dazu: «Die Gäste dürfen sich auf einen interessanten und spannenden Abend freuen. Es ist zu hoffen, dass sich die aktuelle Entwicklung in den USA wieder entschärft und Bücher allen interessierten Menschen frei zugänglich bleiben.» Ergänzt wird das Programm durch ein kurzes Podiumsgespräch mit Grossrätin Colette Basler und dem Buchverleger Armin Junghardt. Gemeinsam diskutieren sie über Meinungsfreiheit, den Umgang mit Zensur und die gesellschaftlichen Folgen von Buchverboten. Welche Verantwortung tragen Politik und Kultur? Und was würde es bedeuten, wenn auch in der Schweiz Bücher aus Bibliotheken oder Schulen verschwinden würden?
Der Abend versteht sich als Einladung zum Nachdenken, zum Austausch — und als klares Bekenntnis zur Freiheit des Wortes.