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Zeughaus Teufen | Klangwald

«Nichts zu denken, wenn die Gedanken laut wachsen.» Eine Soundinstallation mit über 300 Lautsprechern.

Ein Ausstellungsprojekt, das eine Versuchsanordnung ist, die nicht weniger will, als einen ganzen Kosmos zu erschliessen. Im Zentrum steht der Klangwald des Musiker Stefan Baumann, die experimentelle Anordnung von Lautsprechern lädt ein, zu experimentieren. Flankierend dazu werden verschiedene Kunstschaffende eingeladen, die Thematik zu auszuweiten.

Ein Kosmos wird erschlossen
Es entsteht eine wunderbare Anordnung von Ölgemälden von Fabienne Lussmann, über eine verspielte Anordnung von diversen Objekten der beiden Künstler Pablo Walser & Hans Winkler. Das ganze steht im Kontext zu den weiteren Ausstellungsthemen, der Stirnwand, den Hans Zeller-Bildern, dem Grubenmann Museum und nicht zuletzt dem Zeughaus als Gebäude selbst.

Der Wald als Inspiration
Als Wald werden die von Bäumen bewachsenen Flächen bezeichnet. Der Begriff Wald wird auch für Dickicht verwendet, in dem man zuweilen auch die Orientierung verlieren kann. «Den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen» ist ein dazu gehörendes Sprichwort. Wenn es jedoch gelingt, keinen Anspruch auf Durchblick zu haben, kann ein Dickicht zu einer wunderbar schützenden Hülle werden. Vielleicht lässt sich das damit vergleichen, wie es ist, wenn wir etwas nicht verstehen. Meist wird dann versucht, diese Lücke zu füllen oder zu kompensieren. Aber vielleicht bildet gerade dieser Umstand einen schützenden Schirm und ermöglicht so, einen Ort des freien Denkens zu sein. Diese Gedanken bilden die leicht kryptische Klammer dieses Projekts: Der klingende Wald, die geheimnisvollen Installationen und Bilder, sowie die ausgewählten Bücher, ergänzen die Daueraussstellungen des Grubenmann Museums und die Hans Zeller-Bilder um einen Windschatten des Wissens und etablieren damit den einzigartigen Ort.

Klanginstallation als Instrument
Der Klangwald war anlässlich der Kulturlandsgemeinde 2017 im Sportzentrum von Herisau zu sehen und zu hören. Mit den 384 lautsprecherbestückten Sperrholzlatten schuf der Musiker Stefan Baumann eine klingende Rauminstallation. Im Zeughaus wird nun die zweite Version installiert, diesmal sind die einzelnen Elemente kompakt und kubisch wie zu einem Instrument aufgebaut. Diese Anordnung ist auch so gewählt, dass es gleichzeitig eine Bühne bildet, welche während der ganzen Ausstellungsdauer als Klanglabor benutzt werden kann. Es werden Musiker*innen aus unterschiedlichen Sparten eingeladen, sich mit diesem «Instrument» auseinander zu setzen. Daraus entsteht eine ganze Reihe von wunderbaren und einzigartigen Konzerten.

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