Kulturpolitik
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Werkbeitrag Kanton Schwyz 2019 | Bruno Steiner

Die Auszeichnung des Kantons geht dieses Jahr an den Maler und Animationskünstler Bruno Steiner, der mit dem Projekt «Kulturfragen» überzeugte.

Ziel der Vergabe von Werkbeiträgen ist die unmittelbare und personenbezogene Förderung. Mit den Beiträgen wird es Kulturschaffenden erleichtert, sich während einer gewissen Zeit ihrem Schaffen zu widmen. Sie sollen sich auf eine experimentelle, innovative, künstlerische Idee einlassen oder ihre künstlerischen Kompetenzen gezielt vertiefen und entwickeln können.

Werkbeitrag für «Kulturfragen»
In den letzten Jahren ist das Interesse zeitgenössischer Kunstschaffender an Politik und Geschichte erheblich gewachsen. Dabei hat sich der Werkbegriff verändert und erweitert: Aktionen, Diskussionen, social-media-Kampagnen u.ä. gehören zum selbstverständlichen Repertoire. Eine besondere Spielart politisch engagierter Kunst ist die sogenannte Institutionskritik, die sich im weitesten Sinn mit den Mechanismen des Kunst- und Kulturbetriebs beschäftigt. Bruno Steiner (*1970), dem als Künstler grundsätzlich eine forschend-reflektierende Haltung eigen ist, hat sich immer wieder mit seinem Heimatkanton auseinandergesetzt. Mit dem Projekt «Kulturfragen» führt er diese Auseinandersetzung auf eine neue, diskursive Art fort: Schwyzer und auswärtigen Expert/Innen kreisen relevante Fragen gegenwärtiger und vergangener Kulturpolitik ein. Die radikale inhaltliche und formale Zuspitzung vermochte zu überzeugen.
«Bruno Steiners Werk lebt zwischen der Lust auf das universelle Experiment und der Last, auf vielen Spielfeldern zuhause zu sein.» (Annina Zimmermann)

Die Kulturkommission des Kantons Schwyz zeichnet vier Kunstschaffende sowie eine Musikformation mit einem Werkbeitrag aus. Ihnen wird damit ermöglicht, sich während einer gewissen Zeit ihrem Schaffen zu widmen und ihre künstlerischen Kompetenzen vertiefen zu können.
Grundlage des Entscheids bildeten Beurteilungen der unabhängigen Fachjurys, die von der Kulturkommission für jede Sparte eingesetzt wurden. Wichtige Beurteilungskriterien waren die Qualität und Kontinuität des bisherigen künstlerischen Schaffens, das Entwicklungspotenzial einer Person in ihrer künstlerischen Tätigkeit, die überzeugende Beschreibung des Vorhabens respektive der Projektabsichten sowie der innovative und eigenständige Charakter des Vorhabens respektive des Projekts.

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