Der 1987 in Frankfurt am Main geborene und in Basel lebende Künstler Till Langschied untersucht, was mit uns passiert, wenn Bedeutung zerfällt und Gegenwart zum Dauerzustand wird. In der Galerie SEE YOU NEXT TUESDAY verdichtet der Künstler zentrale Fragen seiner Praxis: Wie reagiert unsere Psyche auf eine Welt, die permanent online ist, in der sich das «Jetzt» endlos ausdehnt und vertraute Sinnzusammenhänge brüchig werden?
Till Langschied – in der Galerie SEE YOU NEXT TUESDAY
- Publiziert am 6. Februar 2026
Digitale Überforderung als Gefühl
Langschied interessiert sich für die emotionalen Nachbilder unserer Tech-Gesellschaft. Zwischen Attention Economy und Self-Care-Apps spürt er einem diffusen Unbehagen nach – einer Entkopplung von Realität trotz maximaler Vernetzung. Seine Arbeiten kreisen um den Zusammenbruch von Zeichensystemen und um die Frage, wie Orientierung möglich bleibt, wenn alles gleichzeitig passiert.

Zwischen virtuell und analog
Ob Skulptur, Video, Installation, Malerei oder Poesie: Langschieds Werke bewegen sich an den Schnittstellen von digitalen und physischen Räumen. Internationale Residenzen in Lugano, China, Mexiko-Stadt und Paris haben diese Praxis ebenso geprägt wie sein Engagement im queeren Schreibkollektiv Q.U.I.C.H.E. In Basel wird daraus eine Ausstellung, die keine Antworten liefert, sondern präzise Störsignale sendet – leise, poetisch und hochaktuell.


