Heute ist Textilkunst überall präsent, obwohl die Schweizerische Textilkunst-Triennale 2014 noch kaum Beachtung fand. Die TEXIMUS findet inzwischen zum fünften Mal in der Altstadthalle Zug statt und hat sich als wichtiger Treffpunkt und Schaufenster für die Schweizer Textilszene etabliert. Haben Museen und Galerien schliesslich realisiert, dass das Publikum grosses Interesse daran hat?
TEXIMUS 5 – Textilkunst im Aufwind
- Publiziert am 17. März 2026
45 Arbeiten von Kunstschaffenden unterschiedlicher Generationen geben Einblick in die aktuelle Textilkunst.
Was TEXIMUS auszeichnet
Textilien erzählen Geschichten, die viele Menschen ansprechen. Sie sind sinnlich, haptisch, taktil. Selbst eine Fläche ist dreidimensional – im Gegensatz zum flachen Bildschirm, der heute weitgehend unser Leben bestimmt. Faden für Faden, Masche für Masche, Stich für Stich wird ein Element im gleichbleibenden Rhythmus wiederholt; dieselbe Bewegung setzt sich scheinbar unendlich fort. Dieses Repetitive ist zutiefst textil. Voraussetzung dafür sind Geduld, Ausdauer und Ruhe – wahre Luxusgüter unserer Zeit. Die ausgestellten Werke werden juriert, was eine hohe Qualität gewährleistet. Von 158 Eingaben wurden 45 Arbeiten ausgewählt; thematische Einschränkungen gibt es keine. Die Werke bestehen nicht zwingend aus Fäden, ein Bezug zum Textilen muss jedoch in irgendeiner Form vorhanden sein. Im Gegensatz zu vielen anderen Textilkunstausstellungen präsentiert TEXIMUS Arbeiten quer durch alle Generationen. Aus diesen Gründen bietet die Zusammenstellung der Werke ein ungewöhnlich breites Spektrum an Ausdruckskraft.
