An der BRAFA 2026 führt uns Eliane Gervasoni, Presseverantwortliche Schweiz, zu den sechs Galerien mit einem Schweizer Standort. Deren Auftritte spannt einen weiten Bogen von Alten Meistern über Nachkriegskunst bis hin zu zeitgenössischer Kunst und Collectible Design – und zeigt die Vielfalt wie auch die internationale Verankerung des Schweizer Galeriestandorts. arttv.ch hat Eliane Gervasoni dabei mit der Kamera begleitet und ermöglicht dadurch einen kurzen Einblick in die Programme und Positionen der besuchten Galerien.
Sechs Schweizer Galerien an der BRAFA 2026
Objects With Narratives – eine der sehenswertesten Positionen der BRAFA 2026
Unter den fast 150 internationalen Galerien der BRAFA 2026 sticht Objects With Narratives besonders hervor. Die Galerie mit Standorten in Genf und Brüssel gehört zu jenen Positionen, die man aufgrund ihrer inhaltlichen Konsequenz nicht übersehen sollte. Objects With Narratives bewegt sich souverän im Grenzbereich von Kunst, Design und Skulptur und versteht Objekte als Träger von Geschichten, Materialien als Erzähler von Zeit, Arbeit und Herkunft. Im Zentrum des Auftritts steht exklusiv der Künstler Bern Storm. Storm arbeitet an der Schnittstelle von Skulptur, Handwerk und Collectible Design. Seine Werke entstehen aus einem intensiven Dialog mit Material und Prozess: Metall wird geschichtet, gefaltet oder verdichtet, Oberflächen tragen Spuren von Arbeit, Zeit und Widerstand. Die Arbeiten entziehen sich einer eindeutigen Zuordnung – sie sind weder reine Skulpturen noch funktionale Designobjekte, sondern bewegen sich bewusst dazwischen. Dass Objects With Narratives den Künstler Bern Storm exklusiv zeigt, verleiht dem Auftritt zusätzliches Gewicht und markiert innerhalb der Messe einen Ort der Konzentration – von grosser Präsenz.


Fünf weitere Schweizer Galerien zwischen Gegenwart und kunsthistorischer Tiefe
Neben Objects With Narratives zeigt sich die Schweizer Präsenz an der BRAFA 2026 auch durch fünf weitere Galerien, die sehr unterschiedliche, aber klar profilierte Positionen vertreten. Gemeinsam ist ihnen ein ausgeprägtes Bewusstsein für Kontext, Geschichte und Kontinuität – und damit ein Zugang zur Kunst, der weit über kurzfristige Trends hinausreicht. Mit Almine Rech ist eine der international sichtbarsten Galerien für zeitgenössische Kunst vertreten, deren Programm konsequent auf aktuelle künstlerische Positionen ausgerichtet und in einem globalen Netzwerk von Gstaad über Brüssel bis nach Paris, London und New York verankert ist. Einen bewusst vermittelnden Ansatz verfolgt die CKS Gallery aus Genf, die Impressionismus, Nachkriegskunst und zeitgenössische Kunst in einen offenen Dialog zwischen den Epochen stellt. Die Repetto Gallery aus Lugano steht seit Jahren für eine fundierte Auseinandersetzung mit italienischer Nachkriegskunst, Arte Povera und Land Art und zeigt unter anderem Werke des legendären Künstler:innen-Duos Christo und Jeanne-Claude, deren Arbeiten den Raum, die Landschaft und das Material selbst zum Thema machen. Die Zürcher Galerie von Vertes bewegt sich zwischen moderner und zeitgenössischer Kunst und steht für eine Galeriearbeit, die auf Kontinuität, Kennerschaft und langfristige Perspektiven setzt. Schliesslich bringt die De Jonckheere Gallery aus Genf eine kunsthistorische Tiefe an die BRAFA 2026, wie sie nur wenige Galerien bieten. Als international renommierte Spezialistin für Alte Meister, insbesondere für die flämische Malerei des 16. und 17. Jahrhunderts, prägen Werke aus dem Umfeld von Pieter Bruegel der Jüngere das Programm – und erinnern daran, dass die BRAFA nicht nur Ort des Marktes, sondern auch ein Schauplatz kunsthistorischer Exzellenz ist.


