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philosophicum | Im Spiegel – Andrej Tarkowskij

Das Festival «Im Spiegel – Andrej Tarkowskij» vom 2. November bis 2. Dezember 2012 widmet sich zum ersten Mal schweizweit disziplin- und kunstübergreifend dem Werk des russischen Regisseurs Andrej Tarkowskij.

Ein Festival das Brücken schlägt
Das Festival schlägt eine Brücke in die Gegenwart, in das aktuelle Kunstschaffen und Denken. Eine Spiegelung, die zugleich Neues hervorbringt. Das Festivalprogramm setzt sich aus einer Ausstellung, Videoinstallationen, einem Tanztheater, Gesprächen, Workshops und einem Konzert zusammen. Dazu gehört selbstverständlich auch eine Filmretrospektive und ein filmisches Rahmenprogarmm im Stadtkino Basel.

Eröffnungsfeier bei russischem Apéro
Andrej Tarkowskij machte zwischen der Art zu leben und der Art, Filme zu gestalten, keinen Unterschied. Sein Film «Der Spiegel» (1974) steht im Fokus der Ausstellung «Andrej Tarkowskij. Reflexionen». Als dieser Film entstand, hatte Tarkowskij die Lebensmitte erreicht. Er war soeben vierzig Jahre alt geworden und versuchte, mit Hilfe filmischer Mittel, ins Dickicht seiner Erinnerungen und seines Inneren vorzudringen. Dieses komplexe Filmwerk bildet das Herzstück der Ausstellung. Es berührt durch Menschlichkeit, durch die schlichten und zugleich unerschöpflichen Motive wie Geschichte, Kunst, Heimat, das Haus. Die Ausstellung lädt die Besucher dazu ein, diese Themenkreise nachzuvollziehen. Neben Originaldokumenten und Originalfotos aus dem privaten Archiv Marina Tarkowskajas, der Schwester Andrej Tarkowskijs, sind in der ehemaligen Druckerei im Ackermannshof eine Reihe von Fotografien aus weiteren Quellen zu entdecken: aus Filmen, aber auch aus einer aktuellen Fotoserie, die in Russland und Italien entstanden ist. Hinzu kommen die Gedichte des Vaters Arsenij Tarkowskij sowie Textzitate und Videos zu Leben und Werk aus verschiedenen historischen Kontexten. Ein anderer Bestandteil der Ausstellung dokumentiert die Rezeption von Tarkowskijs Filmkunst, wie sie etwa in der Serie von Zeichnungen des Schweizer Künstlers Andreas Hausendorf stattgefunden hat. Audiovisuelle Installationen ergänzen die Ausstellung – zum Beispiel von der Dolmetscherin und Beraterin Tarkowskijs beim Film «Opfer» – Layla Alexander-Garrett.

Andrej Tarkowskij und filmisches Rahmenprogramm
Während des ganzen Monats November werden im Stadtkino Basel alle Langfilme Tarkowskijs gezeigt sowie begleitend ein von Olaf Möller kuratiertes Rahmenprogramm.

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