Dabei steht eine brennende Frage unserer Zeit im Zentrum: Wem vertrauen wir, wenn es um unsere Gesundheit geht? Eine Spurensuche zwischen Kunst, Wissenschaft und verdrängten oder vergessenen Wissen.
Pflanzen als Stimmen der Erinnerung
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Im Botanischen Garten Zürich treffen Kräuterwissen, Wissenschaft, Kunst und Virtual Reality aufeinander.
Zwischen Heilpflanzen und Virtual Reality
Im Botanischer Garten der Universität Zürich verschmelzen derzeit verdrängtes Heilwissen, wissenschaftliche Forschung und zeitgenössische Kunst zu einer ebenso sinnlichen wie politischen Ausstellung. «Botanical Memories: On Healing And Care» von WE ARE AIA in Kollaboration mit dem Botanischen Garten der Universität Zürich beschäftigt sich mit der Frage, wer in unserer Gesellschaft gehört wird – und welches Wissen Anerkennung erhält. Dabei rückt insbesondere die Phytotherapie ins Zentrum: jenes jahrhundertealte Wissen über Heilpflanzen, das trotz seines präventiven Potenzials bis heute nur begrenzt im medizinischen System verankert ist. Kritisiert werden fehlende Investitionen in Forschung und Ausbildung. Mediziner:innen erhalten teilweise kaum mehr als eine Stunde Unterricht zur Phytotherapie, Professuren für integrative Medizin sind rar.
Das vergessene Wissen der Pflanzen kehrt zurück
Zwischen Gewächshäusern, Heilpflanzen und künstlerischen Installationen entsteht ein Raum, in dem Pflanzen zu Trägerinnen von Erinnerung und Beziehung werden. «Botanical Memories: On Healing And Care» verbindet wissenschaftliche, künstlerische und traditionelle Perspektiven zu einer eindringlichen Auseinandersetzung mit Heilung, Care und kollektivem Wissen. Virtual-Reality-Elemente erweitern die Ausstellung zusätzlich um immersive Erfahrungsräume. So entsteht nicht nur eine Ausstellung über Pflanzen, sondern über Vertrauen, Fürsorge und die Frage, welches Wissen unsere Zukunft prägen soll.
