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Palazzo | Geschichte der Schweizer Malerei

Die chronologisch aufgebaute Ausstellung "Kleine Kunstgeschichte der Schweizer Malerei. 1900 - 2008 Seitenwege" in der Kunsthalle Palazzo Liestal, bietet einen anschaulichen Rundgang durch die Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts.

Seit einiger Zeit wird von jungen Künstlern und Künstlerinnen sehr viel aus dem Fundus der Kunstgeschichte zitiert und appropriiert. Mit Blick zurück auf die Kunstgeschichte lassen sie sich in die Zukunft des Kunstmarktes katapultieren. Nicht selten werden die unterschiedlichsten Stile miteinander vermischt, oft auch zu Verfremdungszwecken. Aus diesen Gründen schien es gegeben, wieder einmal einen Blick in die kunsthistorische Vergangenheit zu werfen, und zwar habe ich mich auf die Schweiz beschränkt. Und zwar deshalb, weil der globale Diskurs um eine kommende „Weltkunst“ nur durch die Schärfung des Bewusstseins für lokale Identitäten und Bedingungen sinnvoll ist. Dabei habe ich mich abseits der Highlights eher auf die Nebenwege der Schweizerischen Kunstgeschichte konzentriert. Dennoch ist der Umfang an Geschaffenem schier grenzenlos, was eine ganz subjektive Auswahl nahe legte.

Da in der Schweiz aufgrund ihrer Geschichte, ihrer geografischen Lage und ihrer Bedeutung als Durchgangsgebiet und nicht zuletzt aufgrund ihrer Enge Bedingungen geschaffen wurden, die das Einzelgängertum favorisieren, besteht hier eine Kontinuität an einzelgängerischen Leistungen. Dieser Spur wird in der Ausstellung nachgegangen. Die Zeitreise von mehr als Hundert Jahren Malereigeschichte vergegenwärtigt die enorme Entwicklung von einer Schweiz, die sich hauptsächlich durch das Ländliche definierte zu einer Schweiz,
die durch die Globalisierung heute unaufhaltsam verstädtert, ohne aber den Hang zur Landschaft oder die Imagination von Landschaft aufzugeben. Gegenwärtig sind wir allerdings an einen Punkt angelangt, wo es fast nicht mehr möglich ist, von Schweizer Kunst zu sprechen, auch wenn man andererseits feststellen kann, dass sie immer noch auf Erfolgskurs ist.

Vertreten sind folgende Künstler: Eva Aeppli, Garda Alexander, Esther Altorfer, Serge Brignoni, Franz Brülhart, Otto Meyer-Amden, Helen Dahm, Andreas Dobler, Theo Eble, Franz Eggenschwiler, Ignaz Epper, Hans Falk, Cristina Fessler, El Frauenfelder, Charles Hindenlang, Eduard Gubler, Charles Humbert, François Jacques, Gustave Jeanneret, Friedrich Kuhn, Gregor Lanz, Le Corbusier, Claude Loewer, Cesare Lucchini, Ernst Messerli, Otto Meyer-Amden, Walter J. Moeschlin, Willy Müller-Brittnau, Fritz Pauli, Petra
Petitpierre, Peter Roesch, Vera Rothamel, Olivier Saudan, Hans Rudolf Schiess, Klaudia Schifferle, Johann Robert Schürch, Hugo Schuhmacher, Paul Seylaz, Walter Arnold Steffen, Christian Vetter, Maya Vonmoos, Franz Wanner, Hugo Weber, Ilse Weber, Rolf Winnewisser, Irène Zurkinden.

Dominique von Burg

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