Holz, Knochen, Stoffreste oder Dinge vom Flohmarkt: In den Händen von Margaretha Dubach verwandeln sich solche Materialien in rätselhafte Figuren und poetische Objekte. Die Schau im Kunst(Zeug)Haus führt in das eigenwillige Universum einer Künstlerin, die seit Jahrzehnten aus Alltagsresten Kunst von überraschender Intensität formt.
Margaretha Dubach – Poesie der Fundstücke
- Publiziert am 13. Februar 2026
Im Kunst(Zeug)Haus Rapperswil-Jona zeigt die Luzerner Künstlerin wie scheinbar unscheinbare Materialien zu geheimnisvollen Bildwelten werden.
Margaretha Dubach (geboren 1938 in Luzern), studierte an der Kunstgewerbeschule und bei Max von Moos. Nach Anfängen als Malerin wandte sie sich der Objektkunst zu, verarbeitet Fundstücke und Masken. Inspiriert von der Volkskultur der Innerschweiz, schafft sie fabelhafte, geheimnisvolle Werke, die Leben, Tod und Magie verknüpfen. Sie lebt und arbeitet in Zürich.
Dinge mit Vergangenheit
Margaretha Dubach arbeitet seit den 1970er-Jahren mit gefundenen Materialien. Sie sammelt Gegenstände, die bereits ein Leben hinter sich haben – Holzstücke, Werkzeuge, Knochen oder Stoffe – und setzt sie zu Skulpturen, Masken und Assemblagen zusammen. Diese Arbeiten wirken oft wie Relikte aus einer anderen Zeit: vertraut und gleichzeitig fremd. Inspiration findet Dubach sowohl in der Volkskultur als auch in Mythen und Ritualen. Die Dinge verlieren dabei ihre ursprüngliche Funktion und werden zu poetischen Zeichen, die neue Geschichten erzählen.
Eine begehbare Wunderkammer
Im Kunst(Zeug)Haus Rapperswil-Jona entfaltet sich dieser Kosmos als vielschichtige Installation. Figurenhafte Objekte, fragile Konstruktionen und geheimnisvolle Formen treten miteinander in Dialog und verwandeln den Ausstellungsraum in eine Art Wunderkammer. Zwischen Humor, Magie und leiser Irritation entsteht eine Atmosphäre, in der scheinbar banale Materialien eine überraschende Kraft entwickeln. Gerade diese Fähigkeit zur Verwandlung macht Margaretha Dubachs Werk zu einer eigenständigen Position innerhalb der Schweizer Gegenwartskunst.

