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Kunsthalle Palazzo | Hidden Publics

Fotografie und Video, die Medien welche uns die Wahrheit am besten übermitteln. Oder versteckt sich doch viel mehr dahinter als wir denken? Die Kunsthalle Palazzo befasst sich anhand interessanter Kunst mit diesem Thema.

Dies ist die zweite Ausstellungstournee, die von der Kunsthalle Palazzo aus initiiert wird. Nach dem Modell von The artist in the (art) society 2009 wird sie von Anbeginn an im Kurtorenteam erarbeitet und bei den einzelnen Stationen regional kontextualisiert.

Die Ausstellung Versteckte Öffentlichkeiten untersucht unschiedliche Momente der Wahrnehmung von öffentlichem Raum und die ihm inhärenten Strukturen, die das urbane Stadtbild prägen, als solche aber nicht notwendigerweise sofort sichtbar sind. KünstlerInnen hinterfragen die Strukturen, nach denen sich Öffentlichkeit konstruiert und die verschiedene politische und soziale Modelle implizieren aufgrund ihrer ästhetischen Auffälligkeit aber auch Willkürlichkeit. Wie können sichtbare Momente einer Stadt und ihres Umraumes auf das verweisen, was sich dahinter abspielt und den BetrachterInnen meist verborgen bleibt?Wie können unterschiedliche soziale, politische oder Tourismus orientierte Vorhaben an die Oberfläche der sich traditionell konservativ gerierenden Stadtbilder treten?

Versteckte Öffentlichkeiten analysiert jene Andersheit oder im Lacanschen Sinn die verkehrte Spiegelseite, die notwendig wird, um die gesamte Identität des Selbst mit seinen inneren Konflikten und Spannungen zu erfahren. Wie können Stadtmomente visualisiert und gleichzeitig deren Innen und Außen als Ganzes von oftmals nicht konsequent durchdachten Strategien der Organisation gezeigt werden?

Die KünstlerInnen der Ausstellung verweisen auf jene Dichotomie zwischen dem Sichtbaren und seiner eigentlichen Bedeutung für die Öffentlichkeit. Wie genau müssen äußere Strukturen beobachtet werden um die Inhalte der dahintersteckenden Realität(en) zu ergründen? Die künstlerischen Arbeiten der Ausstellung erproben Gegensichtweisen, die jene disharmonischen Momente aufgreifen, die sich erst bei einer genauen Auseinandersetzung mit den inhaltlichen Strukturen ergeben, um dadurch gesellschaftspolitische Barrieren hinter den architektonischen und sozialen Erscheinungsbildern zu ergründen. Der Photoapparat bzw. die Kamera sind dabei ihre Hilfsmittel zu Observation. Die verwendeten Medien Photographie bzw. Video mit ihrem scheinbar unmittelbaren Bezug zur Wirklichkeit scheinen geeignet für eine Hinterfragestellung der Blickeinstellung.

Eine Publikation ist am Ende der Tournee vorgesehen.

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