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Kunsthalle LU | Aspekte Zeichnung

Die Kunsthalle Luzern präsentiert eine Gruppenausstellung, die das Medium Zeichnung in den Mittelpunkt stellt. Ausgewählt wurden Positionen, die diese Technik als eigenständiges Kunstwerk betrachten. Die Zeichnung als Vorarbeit oder Skizze wird nur am Rande thematisiert.

Es ist das explizite Ziel der Ausstellung, die Aufmerksamkeit der Betrachterinnen und Betrachter auf die Zeichnung als eigenständige künstlerische Äusserung zu lenken, denn oft herrscht die Meinung vor, dass die Zeichnung nur als Vorstufe oder Skizze, gewissermassen als Plan für ein späteres Kunstwerk verwendet wird. Tatsächlich aber ist die Zeichnung eine der ältesten menschlichen Äusserungen im Bereich der bildenden Kunst. Älteste Zeugnisse wie Felszeichnungen aus der Zeit von ca. 20.000 v. Chr. sind Zeugen dieser Tradition. In der Ausstellung «Aspekte Zeichnung Zentralschweiz» der Visarte Zentralschweiz wird diesem Sachverhalt mit zeitgenössischen Positionen Rechnung getragen.

art-tv Reflexion: Einmal mehr sticht die Position von Irène Wydler besonders ins Auge. (Sie finden auf art-tv.ch einen separaten Bericht zu ihrem Schaffen, siehe Link unten.) Aber auch die Arbeiten von Bernadett Madörin bleiben stark im Bewusstsein haften. Monika Feucht wiederum lässt haarfeine Striche zu grossen Objekten wachsen und erschafft damit Werke von faszinierender Kraft. Franz Bucher beginnt seit den Siebziger Jahren seinen Tag mit einer Zeichnung. Auf diese Weise ist über die Jahre eine Art Tagebuch gegen das Vergessen entstanden. Auch Paul Lussi setzt sich mit der Erinnerung auseinander. Er bearbeitet Zeitschriften und macht damit auf die Kurzlebigkeit von Medien aufmerksam. Bei Dora Wespi fliesst Zeichnung und Malerei auf postkartengrosse Flächen zusammen. Es entstehen dabei grosse Serien aus bis zu tausend Einzelstücken. Martina Kalchofner arbeitet mit Neocolor und lotet dabei die Grenzen zwischen Mikro- und Makrokosmos aus. Die erwähnten Positionen verdeutlichen besonders stark die Message der Ausstellung, die Zeichnung als eigenständiges Kunstwerk zu betrachten.

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