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Kunst Museum Winterthur | Dezemberausstellung | Living with Art

Die Doppel-Ausstellung zum Jahresende zeigt ausgewählte Arbeiten aus dem regionalen Kunstschaffen sowie dem Sammlungsdepot.

Im diesjährigen Fokus sind alle ausgewählten Künstler*innen aus der Region unter 40 Jahre jung. Parallel setzt das Kunst Museum Winterthur mit «Living with Art» Werke aus dem Museumsdepot in Dialog mit der holländischen Sammlung von Agnes und Frits Becht.

Dezemberaussetllung | Fokus unter 40
Die Dezemberausstellung ist seit mehr als 100 Jahren die vielbeachtete Plattform für das Kunstschaffen aus Stadt und Region Winterthur. Alle zwei Jahre stellt eine Fachjury aus zahlreichen Bewerbungen eine repräsentative Ausstellung im Kunst Museum Winterthur und der Kunsthalle Winterthur zusammen, die einen Überblick über das vielfältige zeitgenössische Kunstschaffen in und aus Winterthur vermittelt. Darüber hinaus bietet die Ausstellung, die von den beiden Institutionen in Kooperation mit der Künstlergruppe Winterthur organisiert wird, auch Anlass zum gegenseitigen Austausch und einem grossen Fest zur Vernissage. Alternierend zur kuratierten Ausstellung findet jeweils im Folgejahr im Kunstmuseum Winterthur die sogenannte Fokus-Ausstellung statt. Auch diese konzentriert sich voll und ganz auf das Kunstschaffen Winterthurs. Die Auswahl der Kunstschaffenden erfolgt jedoch nicht auf Bewerbung mit einem Dossier, sondern auf Einladung durch die Kuratorinnen und Kuratoren des Kunst Museum Winterthur. 2020 wird dies erneut der Fall sein. Ziel ist es auch in dieser Ausstellung, ungewohnte Sichtweisen auf die regionale Kunstszene zu ermöglichen und dabei das Wirken ausgewählter Kunstschaffender breit zur Diskussion zu stellen. Im Gegensatz zur jurierten Dezemberausstellung sollen in den Fokus-Ausstellungen grössere Werkgruppen der Kunstschaffenden Platz finden und die Möglichkeit für ortsspezifische Installationen geboten werden. Die Dezemberausstellungen ermöglichen damit alljährlich vertiefte und abwechslungsreiche Einblicke ins Schaffen von Künstlerinnen und Künstlern aus der Region: Ein Schaufenster, das neben Einblicken auch Einsichten in die Kunst gewähren soll.

Living with Art | Dialoge mit der Sammlung Agnes & Frits Becht
In den 1960er und frühen 1970er Jahren entwickelte sich die Kunst rasant weiter: Pop Art, Minimal Art, Land Art, Konzeptkunst, Performance, Videokunst und Arte Povera… Die Künstlerinnen und Künstler stellten sowohl das Verhältnis der Betrachter zum Kunstwerk als auch die Stellung der Institution Museum als Ort der Kunst in Frage. Sie experimentierten mit neuen Medien und Materialien. Diese Mischung aus grosser künstlerischer Experimentierfreudigkeit und radikalem Denken förderte eine bis heute in ihrer Dichte ausserordentliche Blüte der Kunst. Die Epoche ist in den Strömungen der Minimal und Postminimal Art sowie der Arte Povera im Kunst Museum Winterthur exemplarisch vertreten.

Das Ehepaar Agnes und Frits Becht aus Amsterdam konnte sich dem damaligen Sog der Kunst ebenfalls nicht entziehen. In direktem Kontakt mit den Künstlerinnen und Künstlern bauten sie eine der grossen niederländischen Privatsammlungen auf. Dabei gingen sie nicht strategisch vor, sondern folgten dem Prinzip, Neues für sich zu entdecken. Ihr Anliegen war es, dem Ausstellungstitel Living with Art entsprechend, mit der Kunst zu leben, die Kunstschaffenden zu unterstützen und freundschaftlich zu begleiten. Daraus wuchs eine erstrangige Sammlung von grosser Stilsicherheit. Beeindruckend ist dabei vor allem, dass das Ehepaar die Werke jeweils unmittelbar nach der Entstehung erwarb. So wurden zahlreiche Werke von damals jungen, aufstrebenden Künstlerinnen und Künstlern früh erworben, deren Schaffen inzwischen längst in die Kunstgeschichte eingegangen ist.

Das Kunst Museum Winterthur durfte kürzlich eine Auswahl bedeutender Werke aus der Sammlung Agnes und Frits Becht als Dauerleihgabe entgegennehmen. In einer ersten Präsentation werden Arbeiten von Künstlern wie Bill Bollinger, Olivier Mosset, Fred Sandback, David Tremlett und Richard Long den entsprechenden Beständen der eigenen Sammlung gegenübergestellt und ermöglichen im Dialog einen Einblick in eine legendäre Epoche, eine Zeit des Aufbruchs in Kunst und Gesellschaft: Living with Art.

Kuratoren: Konrad Bitterli und Lynn Kost

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