Fabrice Hyber gibt eine mögliche Antwort: Kunst bedeutet Hoffnung und Glauben an die Vielfalt, sie entwirft Gegenwelten und Utopien – und manchmal realisiert sie diese auch. Für die Ausstellung in der Kartause Ittingen ging der Künstler von der Lebensweise der Kartäusermönche aus. Er zeigt nicht nur Entwicklungsprozesse der Natur in Gemälden, sondern macht auch emotionale Wandlungsprozesse in Form von Figuren erlebbar.
Kunst als Hoffnungsträger – Fabrice Hybers Vision im Kunstmuseum Thurgau
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In Kooperation mit dem Kunstmuseum Thun wird Fabrice Hybers umfangreiches Schaffen in einer zweiteiligen Ausstellung präsentiert. Begleitend erscheint im Verlag für moderne Kunst eine gemeinsame Publikation in Deutsch und Französisch.
Der weltweit agierende Künstler Fabrice Hyber (*1961, Luçon) arbeitet seit über 30 Jahren an seinem Gegenentwurf zur Monokultur. Mit dem Erlös seiner Gemälde und Skulpturen kaufte er das Land, auf dem seine Eltern und Grosseltern als Pächter Schafe und Pferde gezüchtet sowie Bäume gesät hatten – und renaturiert es seither. Dabei entstand um das über 100 Hektar umfassende «La Vallée» ein Mikrokosmos aus Kunst, Geschichte, Wissenschaft und Gastfreundschaft. Er baut mit der lokalen Bevölkerung ein Bauernhofmuseum, stattet eine benachbarte Kirche mit Fresken aus und macht einen Teil der Sammlung des Centre Pompidou während dessen Sanierung zugänglich.
(Textgrundlage: Kunstmuseum Thurgau)
