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Hausstellung | Gertrud Guyer Wyrsch

Die Künstlerin Gertrud Guyer Wyrsch (1920–2013) wurde letztes Jahr hundert Jahre alt. Nun öffnet eine ganz besondere Hausstellung seine Türen.

Ana Holenstein-Wyrsch, Tochter der Künstlerin Gertrud Guyer Wyrsch (1920 bis 2013), hat eine ganz besondere Ausstellung der Werke ihrer Mutter initiiert. Diese findet nicht in einem Museum oder einer Galerie statt, sondern dort, wo die Berner Künstlerin ihre letzten Schaffensjahre verbracht hat: in einem herrschaftlichen Sitz in Stans im Kanton Nidwalden. Damit bietet sich auch die einmalige Möglichkeit, einen Blick in den üppigen Garten und in das historische Haus zu werfen.

Die Ausstellung wird kuratiert von Ana Holenstein, Stefan Hugentobler und Urs Sibler. Dank der Kooperation mit den Stanser Musiktagen und mit dem Literaturhaus Zentralschweiz wird die Ausstellung von einem attraktiven Rahmenprogramm flankiert. Die Wirtschaft zur Rosenburg und das Kulturhaus Chäslager in Stans zeigen parallel zur Ausstellung weitere Werke von Gertrud Guyer Wyrsch.

Ein Haus voller Kunst
Dass Gertrud Guyers Werke in ihren ehemaligen Arbeits- und Wohnräumen optimal zur Geltung kommen, versteht sich von selbst. Sechs Räume im Haus, vom Keller bis unters Dach, dazu die Werkstatt im Nebengebäude und der Garten, werden mit Kunst aus verschiedenen Schaffensphasen eingerichtet. Im ehemaligen Atelierraum sind frühe abstrakte Malereien zu sehen. Der Gewölbekeller wird zum Schaulager mit Skulpturen aus dem jahrzehntelangen Schaffen der Künstlerin. Im obersten Stock ist der Wohnraum von Diego Wyrsch (1930 bis 2018) und Gertrud Guyer Wyrsch zu sehen, den die Künstlerin mit einem Rundum-Himmelsbild bemalt hat. Dazu kommen Zeichen von Paul Lussi, den Gertrud und Diego Wyrsch seinerzeit damit beauftragten, die Decke zu gestalten. Überhaupt werden die Künstlerfreund*innen aus Bern und aus der Innerschweiz mit ihren Werken aus der Sammlung des Paares in die Ausstellung mit einbezogen. Diego Wyrschs Fotos seiner Frau reflektieren ein Künstlerinnenleben im 20. Jahrhundert. Sie werden Skizzen der Künstlerin gegenüber gestellt, in welchen sie ihren Mann Diego festhielt. So ergibt sich ein farbiges Bild des verstorbenen Paares, das zu Lebzeiten das Berner und das Nidwaldner Kulturleben bereicherte und förderte.

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