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Haus für Kunst Uri | Inszenierungen

Wo treffen sich weisse Hirsche, halbnackte Prostituierte, edle Hofdamen, Lolita und der heulende Werwolf? Alle unter einem Dach im Haus für Kunst in Uri!

Katrin Freisager

Katrin Freisager nimmt prominent Raum ein in dieser Gruppenausstellung und zeigt unter anderem zum ersten Mal in einer öffentlichen Institution in Europa ihre mehrteilige Fotoarbeit «Las Meninas», «Die Hoffräulein», benannt nach einem Bild des spanischen Malers Diego Velásquez (1599–1660).

Katrin Freisager verschreibt sich dem Hybriden, dem Spiel mit der Grenze zum Künstlichen. Ihre Arbeiten zeigen Figuren, die bisweilen zu entschweben scheinen. Der Blick auf ihre unterschiedlichen Werkgruppen konzentriert sich auf ein mehrfaches «Dazwischen»: Rollen werden angespielt und aufgelöst, Räume aus ihrer Immobilität gelockt und dynamisiert, die Betrachter werden verführt und irregeführt.

Urs Marty

Den spärlich verbürgten Fakten steht der substantielle Nachlass Urs Martys gegenüber, der eine Fülle intensiver Bilder aus unterschiedlichsten Lebensbereichen versammelt. Es handelt sich um ein bis anhin wenig bekanntes Werk, das von Reiseimpressionen bis zu Porträts und nicht zuletzt zu allgegenwärtigen Exkursionen in die disparat schillernden Welten des Milieus reicht.

Die Fotos zeigen mit Einfühlung die Welt der käuflichen Frauen, in den Zeiten des Wartens, beim Rumhängen, Kaffeekochen, Sich-Umziehen und Vorbereiten. Es ist offenkundig, dass der Fotograf nicht als distanzierter Voyeur am Werk war, sondern mehr als Komplize, wenn nicht sogar als ein Vertrauter. Es offenbart sich hier eine vielfältige Welt von Gegensätzen, immer aber begegnen wir in Urs Martys Fotografien der rastlosen und doch scharfsichtigen Perspektive eines getriebenen Traumtänzers.

Una Szeemann & Bohdan Stehlik

Im Digitalen Dachstock des HfK Uri ist die grossformatige Videoinstallation «Faded Majesty» von Una Szeemann & Bohdan Stehlik (geb. 1975 / geb. 1973) zu sehen. Die poetische Dreikanal-Videoprojektion zeigt weisse Hirsche, die sich in höchst ungewöhnlichen Architekturen bewegen. Sie stehen in verlassenen Gassen Sevillas, rennen durch Strassenschluchten, besuchen Museen und Kirchen. Sie sind die einzigen Bewohner des menschenleeren Europas. Dabei wird das Thema Natur/Kultur/Künstlichkeit nochmals auf ganz eigene Weise auf die Spitze getrieben. Das Künstlerpaar hat ferner die Installation «Dark Movies» für den Vorraum des Danioth Pavillons erarbeitet und präsentiert den Videofilme «never even».

Das Thema der Inszenierung wird von den drei ausgestellten künstlerischen Positionen formal wie inhaltlich ganz unterschiedlich aufgefächert – der Umgang mit dem Körper, der Körperlichkeit steht dabei im Fokus der Rezeption.

Heinrich Danioth

Der Danioth Pavillon ist in die Ausstellung integriert. Im grossen Saal sind Porträts von Heinrich Danioth zu sehen.

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