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FOUNDATION AWARD 2015 | Alder Clavuot Nunzi Architekten

Alder Clavuot Nunzi Architekten ETH SIA gewinnen den Förderpreis für Schweizer Jungarchitekten. Mit ihrer einfachen Bauweise anonymer Wohnhäuser und einer abstrakten Geste der Albigna-Seilbahnstationen konnten sie die Jury überzeugen.

Architekturbüro vor Ort
Nach dem Architekturstudium bildeten zwei Direktaufträge 2012 die Grundlage der Zusammenarbeit von Matthias Alder, Silvana Clavuot und Alessandro Nunzi. Neben den Planungsarbeiten für ein Einfamilienhaus und für den Umbau eines denkmalgeschützten Hauses im Bergell war der Ausbau ihrer eigenen Arbeitsräume in einem Gewölbekeller mitten in Soglio GR Bestandteil ihrer architektonischen Untersuchungen und Diskussionen. Dazu kamen Wettbewerbsteilnahmen und kleinere Aufgaben, die ein weites Feld an Aufgaben eröffneten. 2013 gründeten sie die Alder Clavuot Nunzi Architekten GmbH. 2014 wurden sie von den Elektrizitätswerken der Stadt Zürich eingeladen, am Planerwahlverfahren zur Erneuerung der Werkseilbahn Albigna teilzunehmen. Ihr Vorschlag für den Ersatzneubau der Talstation ging als Siegerprojekt hervor und brachte den Auftrag für die Planung der Tal- als auch der Bergstation.

Haltung
Jedes Stück Architektur beginnt mit zahlreichen Bedingungen, die miteinander verbunden sind und eine komplexe Ausgangslage schaffen. Der Entwurfsprozess erfordert eine gründliche Untersuchung dieser Vielschichtigkeit, die Umsetzung in eine Idee und in eine formal adäquate Gestalt. Die drei Architekten suchen nach Ansätzen und Strategien, die sich in einer architektonischen Einfachheit, Direktheit und Selbstverständlichkeit ausdrücken und eine vielfache Lesbarkeit und Benutzung eröffnen – durch robuste, langlebige und in der Architektur verortete Ideen. Für das Banale und Modische ist kein Platz. Diese Arbeitsweise wird durch den Arbeitsort Soglio im Bergell begünstigt – ein Dorf, dessen Struktur und Substanz Jahrhunderte überdauert haben.

Auszug aus dem Jurybericht
«In ihrer Bewerbung schildern die drei jungen Architekten, wie die Landschaft und Baukultur dieses Tales ihre Arbeitsweise prägen. Die von ihnen vorgestellten Projekte zeigen diese Prägung – von der einfachen Bauweise anonymer Wohnhäuser bis zur abstrakten Geste der Seilbahnstationen, die sowohl die mächtige Staumauer darüber als auch die Felsformationen daneben reflektiert.»

Junge Architektur fördern
Der Foundation Award zeichnet jedes Jahr drei junge, innovative Architekturbüros aus, deren Gründung nicht mehr als vier Jahre zurückliegen darf. Eine unabhängige Fachjury beurteilt nicht bloss ein Projekt, sondern auch die Geschäftsidee, die Haltung oder die Philosophie eines Büros. Alles, was ein Büro ausmacht und was es von anderen unterscheidet, spielt bei der Beurteilung eine Rolle.

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