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CH-Kunstverein | Porträt 13er Kunsttreff

Mit Guerilla-Taktiken wollen sich Christian Kathriner und sein Team unter die Bevölkerung mischen und so als Stachel im Fleisch fungieren.

Der Innerschweizer Kunstverein «13er Kunsttreff» ist im Begriff aufgemischt zu werden. Nach dem Motto, Verstaubtes auszumisten, begibt sich der Präsident Kathriner auf neue Wege und ist offen für alles, das die Kunst unters Volk bringt. Auch ein eigenes Haus wäre ganz in seinem Sinn. Da dieses weder in Nid- noch in Obwalden aktuell in Sichtweite ist, begnügt er sich momentan mit der riesigen, verfügbaren Turbinenhalle in Giswil. Aber das soll noch nicht das Ende der Geschichte sein.

13er Kunsttreff
Der Innerschweizer Kunstverein «13er Kunsttreff» wurde im Jahr 1981 von einer Gruppe von Exponenten des Obwaldner Kunstschaffens im Selbstverständnis einer Interessengemeinschaft für Kunst in Sarnen gegründet. Ziel und Anliegen sind damals wie heute die Förderung, Pflege und Ermöglichung von Initiativen der zeitgenössischen Kunst in allen ihren Erscheinungsformen. Der Verein zählt aktuell rund 250 Mitglieder. Im Jahr 2017 wurde der «13er Kunstreff» im Sinne einer Sektion Unterwalden als jüngstes Mitglied in den Schweizerischen Kunstverein (gegr. 1806) aufgenommen. Der Verein hat diverse Standbeine. So hat er unlängst die zweite Ausstellungsreihe seiner Geschichte «in cavo» initiiert. In einem Kellergewölberaum im Winkelriedhaus des Nidwaldner Museums in Stans werden ausgewählte Positionen zeitgenössischer Kunst vorgestellt. Die Reihe ist Auftakt und Startschuss zum neuen Selbstverständnis des «13er Kunstreffs» als Unterwaldner Vereinigung.

Druckwerkstatt
Eine andere Besonderheit des Vereins ist die Druckwerkstatt Martin Wallimann (WMW). Dabei handelt es sich um eine handwerkliche Druckerei in Alpnach. Sie wird als offenes Atelier für Kunstschaffende und druckgrafisch interessierte Personen betrieben. Die WMW wird durch eine Betriebsgruppe organisiert. Eine beliebte Ausstellungsmöglichkeit ist sie «Arthothek». Die Artothek ist eine Art Galerie, in der Werke von über 30 Innerschweizer Künstlerinnen und Künstlern in den Räumlichkeiten des Hotel Krone Sarnen gezeigt werden. Diese Werke können frei zugänglich besichtigt werden, für sechs oder zwölf Monate ausgeliehen, und auch gekauft werden. Mit der Wiederbelebung dieser speziellen Ausstellungsform, unter Mitwirkung des 13er Kunsttreffs, möchte das Hotel Krone Sarnen, das kulturelle Angebot mit einem weiteren Baustein bereichern.

In Vetrina
«in vetrina» war eine Ausstellungsreihe, initiiert vom «13er Kunsttreff». In einer Vitrine im Strassenraum von Sarnen wurde in sporadischer Folge zeitgenössische Kunst gezeigt. Diese zwar kleinformatigen Präsentationen hatten gleichwohl ihre Wirkung nicht verfehlt: Als Stachel im trägen Fleisch des Gewohnten und als präzise platzierte Akupunkturnadel im Organismus des örtlichen Alltags.

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