Vom 16. bis 21. Juni 2026 wird das photo basel 2026 im Volkshaus Basel erneut zum Treffpunkt der internationalen Fotokunstszene: Über 40 Galerien – darunter Bildhalle (Zürich), IBASHO (Antwerpen) und Galerie Esther Woerdehoff (Paris) – zeigen mehr als 450 Werke von rund 170 Künstler:innen. Neben etablierten Namen stehen zahlreiche neue Positionen und Premieren im Fokus, ergänzt durch ein dichtes Programm aus Führungen, Talks und kuratierten Parcours.
Basel im Fokus: Wenn Fotografie Grenzen sprengt
- Publiziert am 25. April 2026
Die photo basel 2026 verwandelt das Volkshaus in ein vibrierendes Labor für Fotokunst zwischen Klassik, Experiment und radikaler Gegenwart.
Globale Stimmen, intime Räume
Was die photo basel seit elf Jahren auszeichnet, ist ihre eigenwillige Mischung aus internationalem Anspruch und fast schon familiärer Atmosphäre. Hier hängen Ikonen wie Vivian Maier neben Positionen wie Roger Ballen oder Marina Abramović – und treffen auf frische Perspektiven aus Tokio, Lima oder Ljubljana. Die Messe ist kein White Cube, sondern ein dichtes Geflecht aus Dialogen: zwischen Generationen, Kontinenten und fotografischen Haltungen. Wer durch die Räume streift, merkt schnell – hier geht es nicht um Markt allein, sondern um Relevanz
Beyond Photography: Wenn Bilder Körper werden
Die kuratierte Sektion beyond photography hebt das Medium aus seiner Fläche. Künstler:innen wie Susa Templintransformieren Fotografie in räumliche Strukturen, während Ayo Banton botanische Skulpturen, Licht und spektrale Daten zu poetischen Bildsystemen verschmelzen lässt. Auch das Duo Inka und Niclas übersetzt fotografische Fragmente in skulpturale Oberflächen. Das Resultat: Arbeiten, die sich nicht mehr nur betrachten lassen – sie verlangen physische Präsenz.

Premieren, Perspektiven, Programm
Mit novum zeigt die Messe Werke, die zum ersten Mal überhaupt öffentlich zu sehen sind – ein Versprechen auf Entdeckung. Gleichzeitig kuratiert das Magazin annabelle mit annabelle’s choice einen eigenen Blick auf fotografische Positionen von Frauen. Ergänzt wird das Ganze durch Talks, Führungen und Diskursformate, die Fotografie als gesellschaftliches Medium ernst nehmen. Dass Partner wie Vontobel oder Helvetia dieses Feld stärken, zeigt: Die Strahlkraft der Fotografie reicht weit über den Kunstraum hinaus.



