Vom 20. Juni bis 20. September 2026 wird das tausendjährige Dorf Môtiers im Val-de-Travers im Kanton Neuenburg erneut zur Bühne für hochkarätige zeitgenössische Kunst. Rund 33 Künstler:innen und Kollektive aus der Schweiz oder mit Wohnsitz in der Schweiz schaffen eigens für diesen Ort neue Arbeiten, die sich in Architektur, Landschaft und Alltagsleben einschreiben.
Art Môtiers 2026 – Kunst zwischen Dorf und Wald
- Publiziert am
Art Môtiers – Kunst im Freien seit 1985
Eine der ältesten Open-Air-Ausstellungen der Schweiz, alle paar Jahre neu im Dialog mit Dorf, Natur und Bevölkerung.
Schirmherrschaft 2026:
Olaf Breuning & Pipilotti Rist
Teilnehmende:
33 Künstler:innen und Kollektive aus der Schweiz oder mit Wohnsitz in der Schweiz. Konkret dabei sind 2026: Sophie Ballmer et Tarik Hayward, Giona Bierens de Haan, Tim Casari, Davide Cascio, Adrien Chevalley, COD.ACT, Noémie Doge, Adrian Fernandez Garcia, Gina Fischli, Karim Forlin, Florian Graf, Martin Jakob, Xénia Lucie Laffely, Lang/Baumann, Samuel Mathiss, Emmanuel Mbessé, Léa Katharina Meier, Camille Mermet, Julie Monot, Mouvement Studio, Sandrine Pelletier, Augustin Rebetez, Delphine Reist, Delphine Renault, Anne et Jean Rochat, Alan Schmalz, Julie Semoroz, Jürg Stäuble, Jan Van Oordt, Mahtola Wittmer, Zimoun
Besonderheiten:
– Zwei Parcours: «kleine Strecke» & «grosse Strecke»
– Neue grafische Identität von Fichtre & Supero
– Werke eigens für Môtiers und seine Landschaft geschaffen
Impression einer früheren Arbeit:
Ein Dorf als Ausstellungsraum
Art Môtiers kehrt 2026 zurück und knüpft an acht frühere Ausgaben an. Drei Sommermonate lang verwandelt sich das Dorf im Val-de-Travers in eine Open-Air-Galerie. Die eigens für diesen Anlass entwickelten Werke markieren einen Parcours durch Gassen, Plätze, Wiesen und Waldstücke. So entsteht ein kultureller Spaziergang, der Kunst nicht ins Museum verbannt, sondern mitten ins Leben holt. Besucher:innen bewegen sich durch den Ort wie durch eine begehbare Ausstellung – mit überraschenden Begegnungen zwischen Alltag, Landschaft und zeitgenössischer Kunst.
Impression einer früheren Arbeit:
Kunst aus dem Ort gedacht
Rund 60 Künstler:innen besuchten Môtiers, liessen sich vom Ort inspirieren und reichten Projekte ein, die sich auf Geschichte, Landschaft, Traditionen oder Bewohner:innen beziehen. Die Jury wählte jene Arbeiten aus, die besonders gut zum Geist des Dorfes passen. Getragen wird Art Môtiers seit 1985 von Offenheit, Freiwilligkeit und Gastfreundschaft: Ein ganzes Dorf hilft mit. 2026 führt der Parcours erneut von Dorf und Wald – neu mit zwei Routen: einer kurzen, barrierearmen Strecke und einer grossen, die bis in die Höhen über dem Dorf reicht.
Neue grafische Identität
Auch visuell schlägt Art Môtiers ein neues Kapitel auf. Die grafische Gestaltung wurde erstmals über einen Illustrationswettbewerb bestimmt. Gewonnen hat Mathias Forbach alias Fichtre, der gemeinsam mit der Agentur Supero eine neue, verspielte Identität entwickelte. Plakat und Design 2026 sind die ersten sichtbaren Zeichen dieses frischen Auftritts.

Impression einer früheren Arbeit:
Môtiers – mehr als nur Ausstellungsort
Geschichte, Denken und Genuss
Môtiers liegt im Val-de-Travers im Kanton Neuenburg, geprägt von Uhrenhandwerk, Handel und Absinth. Der Ort geht auf ein frühmittelalterliches Kloster (Priorat Saint-Pierre) zurück, um das sich die erste Siedlung bildete – der Name Môtiers leitet sich von monasterium ab. Hier lebte im 18. Jahrhundert auch Jean-Jacques Rousseau im Exil; sein ehemaliges Wohnhaus ist heute ein Museum. Jurahöhen, Wälder und weite Wiesen umgeben das Dorf, Wanderwege und der Absinth-Pfad verbinden Natur, Geschichte und Kulinarik.
Aufenthalt und Atmosphäre
Da die Anreise von Zürich oder Basel mit Auto oder Bahn rund zwei beziehungsweise drei Stunden dauert, lohnt sich ein längerer Aufenthalt. Im Val-de-Travers stehen zahlreiche Unterkünfte zur Verfügung – vom Boutique-Hotel über Ferienwohnungen bis zu B&Bs und Bauernhof-Unterkünften. Wer wegen Art Môtiers kommt, bleibt oft gerne länger: ein Dorf mit Geschichte, eine ruhige Landschaft und ein kulturelles Erbe, das weit über die Ausstellung hinausreicht.

Impression einer früheren Arbeit:

