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akku Kunstplattform | Der Welt gegenüber. Landschaftsräume

Wie treten wir zu unserer Aussenwelt in Bezug? Eine existenzielle Frage, die in den letzten Monaten zusätzliche Bedeutung gewonnen hat.

Die Ausstellung «Der Welt gegenüber. Landschaftsräume» vereint fünf zeitgenössische Positionen, die sich je durch einen besonderen Blick auf die Welt auszeichnen. Sie reagieren auf ihre Umgebung, auf die Landschaft, auf äussere und aus dem Inneren geschöpfte Räume und bieten uns mit ihren Bildwelten die Möglichkeit, der Welt für einen Moment gleichsam gegenüberzustehen.

Die Ausstellung zeigt mit Jeroen Geel (*1976), Monika Müller (*1969) und Andri Stadler (*1971) drei Kunstschaffende aus Luzern und weitet mit der in Berlin und in Solothurn lebenden Künstlerin Esther Ernst (*1977) und dem in Burgdorf arbeitenden Maler und Zeichner Heinz Egger (*1937) den regionalen Horizont. Im Mittelpunkt stehen Landschaftsdarstellungen – Waldausschnitte, unbestimmte Räume ebenso wie durchwanderte Gebiete und kartografierte Eindrücke.

Der Welt mit Distanz begegnen
Die drei Gattungen Landschaft, Stillleben und Porträt bestimmen den roten Faden der drei Hauptausstellungen in der Akku Kunstplattform. Den Auftakt macht die thematische Gruppenausstellung «Der Welt gegenüber. Landschaftsräume» mit fünf zeitgenössischen Positionen. Der Titel formuliert den unmöglichen Wunsch, nicht mittendrin zu sein, sondern einmal zurückzutreten, um der Welt mit Distanz zu begegnen, sich einen Überblick zu verschaffen und sich in Ruhe zu verorten. Gleiches gilt auch für das Erleben von Landschaften: Erst aus der Entfernung können wir uns ein Bild ihres Wesens machen, werden sie für uns fassbar. Aus nächster Nähe verliert sich unser Blick in der mosaikartigen Umgebung.

Übersetzung, Interpretation und Abstraktion
Die hier gezeigten Bildwelten ermöglichen uns, der Welt – oder eher: grossen und kleinen Welten – für einen Moment gegenüberzustehen. Die Gemälde, Zeichnungen und Fotografen funktionieren als Fenster nach draussen, in die Landschaft, um den Vergleich des Humanisten und Architekten Leo Battista Alberti (1404-1472) aufzugreifen, der das Bild als Illusion des Blickes durch ein offenes Fenster definiert. Die Gemälde, Zeichnungen und Fotografien zeugen von der Suche nach Übergängen und dem Wunsch nach Verortung, machen die Kraft der vier Elemente sichtbar und zeigen den Versuch, die Welt begreifen zu wollen. Die Bilder sind dabei immer auch Übersetzung, Interpretation und Abstraktion «der Welt gegenüber».

Textgrundlage: Patricia Bieder

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