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Aargauer Kunsthaus | Stille Reserven

Gezeigt werden über 300 Bilder aus der privaten Sammlung von Peter Suter und dem Bestand des Aargauer Kunsthauses.

ewaltig, was der Basler Kunstsammler und Kulturschaffende Peter Suter in den letzten 40 Jahren an Schweizer Kunst zusammen getragen hat. Während andere Häuser auf die immer wieder gleichen Namen setzen: Giacometti, Amiet, Klee oder auf den Übervater der Schweizer Malerei, Ferdinand Hodler, eröffnet die Ausstellung im Aargauer Kunsthaus ganz neue Horizonte.

Unerwartete Übersicht
Ein besonderer Fokus der Ausstellung liegt auf der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Neben zahlreichen Künstler/innen, die einem breiteren Publikum kaum bekannt sein dürften, sind in «Stille Reserven» auch Bilder namhafter Maler wie Ferdinand Hodler, Giovanni Giacometti, Arnold Böcklin u.a. zu sehen. Die Zusammenführung von Werken aus einer klassischen Museumssammlung und einer künstlerisch motivierten Privatsammlung lässt eine unerwartete Übersicht zu.

Reihenweise Förderpreise
Meisterwerke treten in Dialog mit unbekannten Arbeiten, womit eine Wahrnehmung des Schweizerischen Kunstschaffens gefördert wird, die sich nicht auf etablierte Werte konzentriert. Davon profitieren auch die grossen Meister, die in einem neuartigen Kontext erfahren werden können. In Suters Sammlung entdeckt man wiederum Künstler, bei denen es nur schwer nachvollziehbar ist, warum sie dem breiten Publikum bisher verborgen blieben. Hans Emmenegger (1866-1940) ist so ein Fall. Vielleicht seiner Zeit voraus, würde er mit seinem Œuvre, das verblüffend modern wirkt, heute wohl reihenweise Förderpreise gewinnen.

Besondere Art der Hängung
«Stille Reserven» ist einer besonderen Art der Hängung verpflichtet, die am treffendsten mit dem Begriff der Bilderreihe beschrieben werden kann. Während sich der traditionelle Vergleich auf zwei bis drei Bilder beschränkt, lassen die unterschiedlichen Gruppierungen zahlreicher Bilder unerprobte Möglichkeiten des vergleichenden Sehens zu. Dabei wird die Aufmerksamkeit auf Werke gelenkt, die bisher in der Schweizer Kunstgeschichte wenig oder gar nicht besprochen wurden. Gleichzeitig begünstigen die zahlreichen überraschenden Gegenüberstellungen eine kraftvolle Entfaltung unentdeckter Perspektiven. Auch dieses noch schlummernde Deutungspotenzial kann im Sinne einer ‘stillen Reserve’ aufgefasst werden.

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