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Aargauer Kunsthaus | MASKE In der Kunst der Gegenwart

Die Maske als Kunstobjekt, ritueller Gegenstand, als Mittel der Selbstinszenierung und Instrument zum Spiel mit unterschiedlichen Identitäten.

Die Ausstellung versammelt über 150 neuere Werke von Künstlern aus der ganzen Welt und wirft einen Blick, der sich weniger psychologisierend hinter die Maske, als konkret auf die Maske richtet. Masken sind einer jener Kultgegenstände mit der längsten, beziehungsreichsten und zugleich kontroversesten Geschichte. Im Spannungsfeld von Zeigen und Verbergen geniessen sie auch in der gegenwärtigen Kultur und Gesellschaft höchste Aktualität.

Maskenball des Alltags
Masken – physische und symbolische – sind omnipräsent. In der realen genauso wie in der virtuellen Welt. Formen der Maskerade begegnen uns als Mittel, um gesellschaftlich normierte Geschlechter- und Rollenzuordnungen zu durchbrechen. Sie begegnen uns aber auch in den sozialen Medien, wo mit wenigen Mausklicks das ursprüngliche Bild in Sekundenschnelle verwandelt wird. Masken setzen wir auf, um in eine Rolle zu schlüpfen. Sie bieten die Möglichkeit zum Tausch des Selbst. In den Medien tragen Masken bisweilen traurigen Symbolcharakter für die turbulente Weltlage. Wir sehen vermummte Demonstrantinnen oder Occupy-Wallstreet-Aktivisten mit charakteristischen Guy-Fawkes-Masken; verhüllte Terroristen und Soldaten in Schutzmasken.

Faszination Maske
36 Künstler*innen aus zwölf Ländern nehmen sich in der Ausstellung MASKE dem brisanten Thema an und unterziehen sowohl den Begriff als auch das Objekt Maske einer Diagnose und Neubewertung im Licht unserer Zeit. Zu sehen sind Werke unterschiedlichster Medien wie Fotografie, Malerei, Installation, Skulptur und Video. Sie sind mehrheitlich in den letzten zehn Jahren entstanden. Die Ausstellung ist als assoziativer Rundgang angelegt. Die Arbeiten belegen eindrücklich die Faszination, welche das Thema auf das aktuelle Kunstschaffen ausübt, ebenso wie dessen Komplexität und Abgründe. Das Motiv der Maske ist ein reichhaltiger Nährboden, der den Künstler*innen vielfältigste Möglichkeiten bietet, die Gegenwart zu reflektieren.

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