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600 Jahre Niklaus von Flüe | Fermata | Turbine Giswil

Welche Kunst entsteht, wenn Niklaus von Flüe und sein Leben mit seinen Brüchen als Inspiration dient? Die Turbine Giswil zeigt es.

In der über tausend Quadratmeter grossen Industiebrache und in der angrenzenden Umgebung stellen 155 Künstler*innen je ein Werk zum Thema Bruder Klaus aus. Die Ausstellung ist ein grosses Kunsthappening, leuchtend, überraschend, vielfältig, betörend. Ein künstlerisches Zeichen, das, im Geiste des Eremiten, unserer hektischen Welt entgegentritt.

Einen Halt einlegen
Fermata bedeutet Innehalten, Pause, Verweilen, sich Besinnen, Standortbestimmung, Positionierung im Strudel der Zeit. Dem eindrücklichen Beispiel von Bruder Klaus folgend, der mit 50 Jahren sein bürgerliches Leben radikal abbrach und der sich die letzten 20 Jahre in die Abgeschiedenheit der Ranft-Schlucht zurückzog, setzten über 155 Künstler*innen aus der Zentralschweiz in der Turbine Giswil ein Zeichen. Die Kunstschaffenden wurden von den Organisatoren angehalten, mit einer persönlichen «F E R M A T A», einem künstlerischen Zeichen des Innehaltens, des Verweilens, oder einer visionären Geste innerhalb der Ausstellung in Erscheinung zu treten. In ihrer Gesamtheit soll die Ausstellung, so die Macher, «den Versuch einer Deutung darstellen, unserer unruhigen und hektischen, wie auch oberflächlichen und zerstörerischen, feindlichen und sinnentleerten Welt eine künstlerisch gestaltete Fermata entgegenzuhalten». Dabei wurde aber allen Beteiligten höchste künstlerische Freiheit, bezüglich thematischer Aussage, künstlerischer Technik und stilistischer Richtung zugestanden. Die individuelle Vielfalt der künstlerischen Äusserungen spiegeln als regionale Fermata dann auch den aktuellen Zeitgeist wider, ist aber auch in qualitativer Hinsicht vielschichtig.

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