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Vous n'aurez pa ma haine

Über die Kraft weiter zu machen, auch nachdem man glaubt, alles verloren zu haben

«Meinen Hass bekommt ihr nicht.» Es sind diese einfachen, starken Worte des Journalisten Antoine Leiris, die in einem Satz ausdrücken, was Opfern von Terroranschlägen und ihren Angehörigen abverlangt wird. Nach dem schrecklichen Ereignis im Bataclan 2013 verlor Leiris seine Frau und wandte sich mit seiner Wut und Ohnmacht schreibend an die Öffentlichkeit. Im gleichnamigen Film wird seine Geschichte, die auch schon für das Theater adaptiert wurde, auf einfühlsame Weise nacherzählt.

Vous n’aurez pa ma haine | Synopsis

Am 13. November 2015 sieht Antoine seine Frau Hélène zum letzten Mal. Sie wird an diesem Abend zusammen mit neunundachtzig anderen Menschen den Terroranschlägen im Pariser Konzertsaal «Le Bataclan» zum Opfer fallen. Während die Welt unter Schock steht, postet der Journalist einen offenen Brief auf Facebook. In bewegenden Worten wendet er sich an die Attentäter und spricht ihnen seinen Hass ab. Der Beitrag bewegt Millionen von Menschen in den sozialen Medien und wird auf der Titelseite von Le Monde abgedruckt. Erst als er merkt, wie sehr sein kleiner Sohn ihn braucht, stellt er sich der neuen Realität. Kilian Riedhofs Film erzählt die Geschichte der verheerenden Anschläge aus der sehr persönlichen Perspektive eines Vaters.

Vous n’aurez pa ma haine | Stimmen

«Viel zu bieten hatte das Filmfestival Locarno 2022 nicht, «Vous n’aurez pa ma haine» ist eine löbliche Ausnahme. Ein Film mit einer wunderbaren Aussage.» Felix Schenker, arttv.ch | «Am besten ist ‹Meinen Hass bekommt ihr nicht›, wenn er die titelgebende Maxime auf die Realität treffen lässt, sie auf ihre Umsetzbarkeit überprüft: Ist es womöglich nur ein frommer Wunsch, den kaltblütigen Mördern der eigenen Ehefrau nicht mit Wut und Hass zu begegnen?» – Filmstarts | «Das persönliche Schicksal eines Mannes, der auf den Schrecken des Terrors eine zutiefst menschliche Antwort gibt.» – Deutsche Filmstiftung | «Schmerzliche, doch kreative Trauerarbeit: Beim Attentat auf das «Bataclan» in Paris im November 2015 kamen 88 Menschen ums Leben, starb auch Hélène, deren Mann Antoine mit dem kleinen Melvil den Schock verarbeiten musste und dabei Hass nicht mit Hass beantworte. Nach einem autobiografischen Roman von Antoine Leiris drehte Kilian Riedhof den Spielfilm «Vous n’aurez pas ma haine»»: erschütternd und tief menschlich.» – Hanspeter Stalder, der-andere-film.ch

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