Der queere Animationsfilm von Leela Varghese und Emma Hough Hobbs sorgte an der Berlinale 2025 für besonders viel Heiterkeit. Frisch, frech und lustvoll eroberte der Film an zahlreichen weiteren Festivals die Herzen des Publikums – mit Witz, Tempo und einer Heldin, die das Genre auf links dreht und genüsslich durcheinanderwirbelt.
LESBIAN SPACE PRINCESS
- Publiziert am 24. Dezember 2025
LESBIAN SPACE PRINCESS | SYNOPSIS
Die introviertiert Weltraumprinzessin Saira wird aus ihrem behüteten Leben gerissen und begibt sich auf eine galaktische Mission, um ihre Ex-Freundin, eine Kopfgeldjägerin, vor den Straight White Maliens zu retten. Eine humorvolle, krawallige und bonbonbunte animierte Abenteuerreise durch die Weiten des queeren Weltraums.

Weltraum, Witz und Widerstand gegen Langeweile
LESBIAN SPACE PRINCESS ist ein schrilles Science-Fiction-Abenteuer, das Romantik, Comedy und Space Opera munter vermischt. In einer grellbunten Galaxie folgt der Film einer Prinzessin, die wenig Lust auf royale Pflichten, dafür umso mehr auf Selbstbestimmung und Chaos hat. Das Ergebnis ist ein rasanter Trip durch fremde Welten, gespickt mit Dialogen, die sitzen, und Pointen, die zünden.
Animation mit Lust am Übertreiben
Der Film setzt auf einen bewusst überzeichneten, cartoonhaften Stil, der sich irgendwo zwischen Pop-Art, Indie-Comic und klassischem Zeichentrick bewegt. Nichts wirkt glattgebügelt, alles lebt von Energie und Timing. Die Animation erlaubt es, Gefühle, Begehren und Konflikte gross zu denken – verspielt, laut und ohne Rücksicht auf Genre-Regeln.

Teddy Award – und das völlig zu Recht
Dass LESBIAN SPACE PRINCESS an der Berlinale mit dem Teddy Award ausgezeichnet wurde (siehe arttv Artikel im Kontext), überrascht kaum. Der Film ist witzig, selbstbewusst und herrlich respektlos – ein Animationsfilm, der herrlich unterhält. Man schaut zu, lacht viel und möchte am liebsten den Film gleich nochmals anschauen.