Ein Kino, das sich bewusst ausserhalb des Mainstreams positioniert. Bereits ihr Debüt VERFÜHRUNG: DIE GRAUSAME FRAU (1985) stellte Konventionen frontal infrage – ein Film, der sadomasochistische Praktiken nicht skandalisiert, sondern als Ausdruck von Macht, Lust und Selbstbestimmung verhandelt. Doris Senn hat Monika Treut im Rahmen des Pink Apple Festivals 2026 zum Interview in Zürich getroffen.
Interview | Golden Apple 2026 für Monika Treut
- Publiziert am 2. April 2026
Seit den frühen 1980er-Jahren gehört die Regisseurin zu den prägenden Figuren eines queeren, feministischen Autorenkinos.
Die Preisträgerin im Überblick
Monika Treut (geb. 1954 in Mönchengladbach) verbindet Theorie und Körper zu einem eigenständigen filmischen Denken: Ausgehend von ihrem Studium und ihrer Promotion über de Sade und Sacher-Masoch entwickelt sie ein Kino, das analytisch, neugierig und kompromisslos ist. International geprägt – zwischen New York, San Francisco und Hamburg – erzählt sie von Identitäten in Bewegung, etwa in DIE JUNGFRAUENMASCHINE (1988), MY FATHER IS COMING (1991) oder dem wegweisenden Dokumentarfilm GENDERNAUTS (1999). Ihr Werk bleibt politisch, ohne je platt zu argumentieren: Filme wie KRIEGERIN DES LICHTS (2001), ZONA NORTE(2016) oder GENDERATION (2021) zeigen Menschen in ihrer konkreten Lebensrealität – jenseits von Schlagworten, jenseits von Zuschreibungen.
Treuts Kino verweigert sich einfacher Kategorien und vertraut auf die Kraft der Begegnung. Ein Œuvre von internationaler Strahlkraft – und bleibender Relevanz. arttv.ch gratuliert herzlich zum Golden Apple 2026.
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